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Hunde tanzen in Breitenbrunn                             Frankenpost, 25.09.2017


Bei Kaffee und Kuchen bestaunen etliche Besucher die Vierbeiner des Breitenbrunner Tierheims. Auch einige ehemalige Bewohner sind zu Gast.


Breitenbrunn - Tierisches Vergnügen bereitete das Team vom Breitenbrunner Tierheim am Sonntag seinen zahlreichen Gästen. Gemeinsam feierten Mitarbeiter und Besucher das alljährliche Tierheimfest.
Bei sonnigem Wetter kamen Jung und Alt auf die Anlage am Stadtrand von Wunsiedels Ortsteil und ließen sich vom abwechslungsreichem Programm begeistern. Und das bot eine ganze Menge: zum Beispiel die tanzenden Kinder der Hip-Hop-Gruppe Marktredwitz. Und auch die Hundefreunde Marktredwitz zeigten mit ihren vierbeinigen Gefährten vom Agility-Team ihr Können. Dabei staunte so mancher, wie gut Fiffi und Rex auf ihre menschlichen Kameraden hörten. Platz machen, rückwärts gehen und Slalom durch die Beine ihrer Besitzer laufen waren noch die leichtesten Übungen.
Unterhaltung für die Kinder gab es auch: Zauberer Franz verblüffte die Gäste mit Tricks, zwei Pferde standen zum Ponyreiten bereit, die Jüngsten konnten sich beim Kinderschminken verwandeln und Prelli - der Mann mit den Luftballons - bastelte fantasievolle Figuren. Informationen rund um das Tier gaben die Hundefreunde Marktredwitz, die Tierbestattung Jutta Probst sowie die Fashion-dogs Germany. Und einen Preis gab es auch zu gewinnen: Die Tierheim-Mitarbeiter zeichneten unter ihren tierischen Gästen den schönsten Hund aus.
Tierheimleiterin Anette Bartholomai freute sich über die vielen Besucher: "Wir erwarten etwa 900 Gäste. Deshalb muss ich auf meine ehrenamtlichen Helfer zählen können. Und das kann ich zum Glück." Das Tierheim sei für das Erste fertig mit allen Renovierungen und Umbauten. Bartholomai und ihr Team arbeiten jedoch schon an neuen Projekten: "In diesem Jahr bauen wir noch ein Außengehege für Kleintiere und ein Hunde-Quarantäneraum ist auch bereits in Planung."
Trotz all dem Stress, der an einem solchen Tag für die Veranstalter entsteht, findet Anette Bartolomai trotzdem die Zeit, kurz innezuhalten. Der Anlass ist ein erfreulicher: "Es sind heute wieder einige Hunde zu Gast, die wir in der Vergangenheit vermittelt haben. Ich freue mich einfach, wenn ich sehe, wie gut es ihnen heute geht. Gerade bei ehemaligen Problemfällen. Es ist Wahnsinn was aus den Hunden wird."

 

 

 

 

 

Knapp 600 Neuzugänge wollen versorgt werden  Frankenpost, 25.09.2017


Nicht nur Katzen und Hunde finden im Tierheim Breitenbrunn ein neues Zuhause. Viele Exoten treiben die Kosten in die Höhe.
 
Wunsiedel/Marktredwitz - Wie vielfältig der Betrieb in einem Tierheim sein kann, haben die Mitglieder des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung bei der Jahreshauptversammlung erfahren. Ausgebucht war der Pensionsbetrieb des Tierheims Breitenbrunn zur Ferienzeit, teilt der Tierschutzverein mit. Das Tierheim selbst verzeichnete im vergangenen Jahr 593 Neuzugänge - ein Großteil konnte weitervermittelt werden. Hier ist der Tierschutzverein auf die Bereitschaft in der Bevölkerung angewiesen, einem Tierheim-Insassen ein neues Zuhause zu geben, heißt es in der Mitteilung.
Die wenigsten Tiere würden abgegeben, weil der Besitzer in ein Heim ziehen muss oder verstirbt, wie dies ursprünglich die Zuständigkeit von Tierheimen beschrieb. Vorsitzende Eveline Klose berichtete von einigen besonderen Fällen: In einer wochenlang angelegten Fang- und Rettungsaktion mussten beispielsweise 25 Katzen aus einer verheerenden Haltung geborgen werden. Gleich zwei trächtige Hündinnen wurden abgegeben, die insgesamt 15 Welpen zur Welt brachten. "Timmy", ein isoliert gehaltener Hund, konnte trotz fachkundiger Arbeit des Tierheimpersonals erst wieder Vertrauen zu Menschen fassen, nachdem eine Gassigeherin sich in ihrer Freizeit sehr intensiv mit ihm beschäftigt hatte, und eine Kangal-Hündin fand ihre neue Familie fast wie im Film.
Facettenreich erweise sich die Arbeit im Tierheim, sodass das Personal regelmäßig Fortbildungen wahrnimmt. Die Vorsitzende sprach den Mitarbeitern im Tierheim ihre Anerkennung für deren Einsatz aus. Schon lange müssten nicht mehr nur Hunde, Katzen und Kleintiere im Tierheim Breitenbrunn versorgt werden, sondern auch Füchse, Fledermäuse, Wildvögel und Papageien. Das, so sagte Eveline Klose, bringe oft erhöhten tiermedizinischen und pflegerischen Aufwand mit sich. "Es ist nicht verwunderlich, dass die Kosten nicht allein von Mitgliedsbeiträgen und den Abgaben der Kommunen beglichen werden können", sagte die Vorsitzende.
So helfe sich das Tierheim selbst - immer wieder mit der Unterstützung von tierlieben Menschen, die spenden oder gar den Tierschutzverein als Erben einsetzen. Sichere Größen seien diese "Einnahmen" freilich nie, sodass es von Jahr zu Jahr eine Zitterpartie bleibe, ob auch Kosten, die bei überraschenden und umfangreichen Aufgaben anfallen, gestemmt werden können. Diese stehen urplötzlich ins Haus, wenn Tiere aus "Animal-Hoarding-Fällen" oder von sichergestellten illegalen Tiertransporten aufgenommen werden müssen. Dies geschehe mittlerweile regelmäßig.
Die Vereinsmitglieder diskutierten darüber, inwiefern die Kosten etwa für Tiere aus illegalen Tiertransporten, die in Bad Reichenhall bei Grenzkontrollen sichergestellt wurden, vom Landkreis oder vom Freistaat getragen werden. Hier gebe es noch immense Rückstände und es würden noch Verhandlungen laufen, sagte Andreas Brucker vom Deutschen Tierschutzbund. Er stellte auch die rechtlichen Grundlagen vor. Eveline Klose dankte allen, die sich durch Zuwendungen den Tieren verbunden zeigen. Den freiwilligen Helfern, den Sammlern und den Unterstützern, die das Tierheim mit Sach- oder Geldspenden bedachten oder im Tierheimlädchen einkauften, mit den Hunden bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen Gassi gingen und das Tierheimfest durch ihre Mithilfe und ihren Besuch zu einem gelungenen Tag der offenen Tür werden ließen, sei es geschuldet, dass die großen Belastungen zum Wohle der Tiere bewältigt werden konnten.
In seinem Kassenbericht bestätigte Kassier Thomas Tischler die Ausführungen der Vorsitzenden anhand von Zahlen. Er schlüsselte die Betriebskosten auf, darunter die Ausgaben für Strom, Heizung und Wasser, Personalkosten, Rechnungen von Tierkliniken und die Anschaffung eines Löschwasserbehälters für den Brandschutz.
Turnusgemäß wurden Vorstands- und Beiratsmitglieder neu gewählt. Die Mitglieder bestätigten Eveline Klose in ihrem Amt als Vorsitzende. Als Stellvertreterinnen stehen ihr Sibylle Schreiber und Brigitte Kießl zur Seite. Der Tierheimbeauftragte bleibt Werner Kießl, das Amt des Kassiers übernimmt weiterhin Thomas Tischler. In den Beirat gewählt wurden wieder Rita Schmid, Horst Klose, Josef Reis und Ina Schmelzer als Schriftführerin. Neu im Beirat sind Manuela Marth und Antje Reimer-Bauer. Das Amt der Revisoren übernehmen weiterhin Maria Birner-Strama und Dr. Christiane Herten. Mit großem Dank wurden für ihre langjährige Tätigkeit Irene Barthold (Beirat) und Walter Geyer (Beirat und Vorstand) verabschiedet. Die Mitglieder des Beirats und des Vorstands ehrten das überaus große Engagement ihrer Vorsitzenden für den Tierschutzverein und das Tierheim. Auch ein Besucher der Jahreshauptversammlung ließ es sich nicht nehmen, sich dem anzuschließen und überreichte ein Geschenk.
Auch wenn der Schutz von Tieren 2002 im Grundgesetz verankert wurde, gebe es noch viel zu tun, heißt es in der Mitteilung. Der Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz freue sich immer über neue Mitglieder und hofft, weiterhin Unterstützer zu finden, wenn es darum geht, den Tieren zu helfen.

 

 

 

 

 

800 Besucher bei "Hund, Katz', Pferd" Frankenpost
Die tierische Fachmesse in der Netzsch-Arena wird es auch 2018 geben. Initiatorin Iris Jasmin Tröster ist zufrieden, ebenso die zahlreichen Anbieter.

Selb - Premiere hatte am Samstag und Sonntag die tierische Fachmesse "Hund, Katz', Pferd" in der Netzsch-Arena in Selb. Die Initiatorin Iris Jasmin Tröster, selbst häufig mit ihren Produkten wie Giftköderschutz, Hunde-Bade- und Softshell-Mänteln vertreten, hat mit viel Engagement ihre Idee zur ersten Haustier-Zubehör-Fachmesse in der Region umgesetzt und wurde nicht enttäuscht. Über 800 Besucher kamen an beiden Tagen in die Netzsch-Arena, um sich über die Neuigkeiten für ihre Vierbeiner zu informieren.
Von Trainingssnacks, Nasch-Herzen und Vitaminbomben für Hunde über Flattara-Angeln und Leckerlis für Katzen bis zu Zubehör und Sportgeräte - also alles für die Lieblinge auf vier Beinen - konnte man auf der Messe kaufen. Aber nicht nur Aussteller, die ihre teils originellen Waren anboten, auch gemeinnützige Tierschutzorganisationen wie der Tierschutzverein Selb, das Tierheim Wunsiedel-Breitenbrunn oder die Chihuahua-Nothilfe standen für Gespräche mit den Besuchern gerne bereit. Sogar eine Tier-Physiotherapeutin, ein Heilpraktiker für Tiere sowie ein Pferdezahnarzt waren auf der Messe vertreten.
Nur lobende Worte gab es von den Besuchern: "Tolle Messe hier in unserer Region" oder "Schön, dass auch mal eine Messe für unsere Vierbeiner hier stattfindet" waren nur einige der Kommentare. Und auch die Aussteller der ersten Messe dieser Art in Selb waren zufrieden. Günther Gaßner aus Linz in Österreich mit seinem Stand für Katzenzubehör äußerte sich zufrieden, und auch Angelika Roloff aus Nienburg an der Weser, die an ihrem Stand alles rund um den Hund anbot, war sehr zufrieden. "Wenn die Messe nächstes Jahr in die zweite Runde geht, sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei", sagte Angelika Roloff.
Und die Auswahl an Produkten war wirklich enorm, ebenso die Flut an Informationen, die man sich als verantwortungsbewusster Tierhalter einholen konnte. Aufgelockert wurde das Ganze noch durch verschiedene Darbietungen, Vorträge zur Tiergesundheit und viele Schau- und Informationstafeln.
Man kann Iris Jasmin Tröster somit gratulieren, die erste tierische Fachmesse in der Region etabliert zu haben. Wie die Initiatorin betonte, wird "Hund, Katz', Pferde" auch 2018 in Selb stattfinden. Aber zuvor will sie einen Flohmarkt und einen Kunsthandwerkermarkt in ihrer Heimatstadt organisieren

 

 

 

 

 

Aktive Bürger verteilen Spenden         21.1.2017 Frankenpost


Die Aktiven Bürger Wunsiedel haben den Reinerlös aus dem Getränkeverkauf des Weihnachtsmarktes wieder in Form von Spenden an den Mann gebracht. 1000 Euro gingen an das Kommando Wunderbar zum Bau und Erhalt der Rabatten auf dem Marktplatz. Jeweils 300 Euro erhielten die Kindertagesstätten in der Maximilianstraße und Sankt Franziskus. Über 200 Euro freute sich das Tierheim Breitenbrunn. Unser Foto entstand bei der symbolischen Übergabe der Spendenschecks in der Kita Sankt Franziskus. Zu sehen sind (von links): Eveline Klose vom Tierheim, Katharina Sommer von der Maxi-Kita, Stefan Frank vom Kommando Wunderbar, Manuela Menkhoff und Rene Reich von den Aktiven Bürgern und Stefanie Forster von der Kita Sankt Franziskus. Foto: Florian Miedl
 

spende mit evi

 

 

 

 

Tierschützer zeichnen düsteres Bild                      Frankenpost    17.11.2016
Auto kaputt und steigende Kosten: Der Verein mit dem Tierheim in Breitenbrunn steht vor großen Herausforderungen.

Wunsiedel - Ein düsteres Bild hat Eveline Klose, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung, bei der Jahreshauptversammlung im Wunsiedler Gasthaus "Zur Hütte" gezeichnet. "Warum lassen Katzenbesitzer ihre Tiere nicht kastrieren, obwohl viele Katzenkinder sterben müssen? Warum lässt man seinen Hund, der 16 Jahre lang ein treuer Begleiter war, einfach zurück, wenn man umzieht?", fragte die Vorsitzende.

Eveline Klose erinnerte an die illegalen Tiertransporte, die die Mitarbeiter des Tierheims mit kranken und miserabel untergebrachten Welpen konfrontierten. Von den 17 daraus übernommenen und mit großem Aufwand umsorgten Tieren konnten sieben nicht mehr gerettet werden. Aufatmen ließ dagegen die Zahl von 453 aufgenommenen Katzen, Hunden, Vögeln, Klein- und Wildtieren sowie Exoten, von denen die meisten in gute Hände vermittelt werden konnten. Eveline Klose zeigte sich erleichtert, dass es immer wieder Menschen gibt, die auch scheue Katzen aufnehmen. Dem unermüdlichen Einsatz der Tierheimmitarbeiter, den freiwilligen Helfern wie etwa den Sammlern und den Unterstützern, die das Tierheim beispielsweise mit Sach- oder Geldspenden bedachten oder im Tierheimlädchen einkauften, mit den Hunden bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen Gassi gingen und das Tierheimfest durch ihre Mithilfe und ihren Besuch zu einem gelungenen Tag der offenen Tür werden ließen, sei es geschuldet, dass die großen Belastungen zum Wohle der Tiere bewältigt werden konnten.

Kassier Thomas Tischler stellte den mit ansprechenden Fotos und poetischen Sprüchen gestalteten Tierheimkalender vor, der im Tierheim Breitenbrunn und im Tierheimlädchen erhältlich ist und dessen Erlös dem Tierheim zugute kommt. In seinem Kassenbericht spiegelten sich, wie auch beim Bericht der Vorsitzenden, Freud und Leid wider. So gab es neben den verhältnismäßig geringen festen Einnahmen - neben den Mitgliedsbeiträgen auch solche aus dem Pensionsbetrieb, der vor allem zur Urlaubszeit erfreulicherweise ausgelastet war - Zuwendungen, ohne die nicht einmal der laufende Betrieb hätte aufrechterhalten werden können. Und so musste Tischler das Plenum bereits für das kommende Jahr mit einem ungewissen, eher pessimistischen Ausblick zurücklassen. Unsicher seien die Einnahmen im Bereich der Spenden und Zuwendungen - auch in Form von Erbschaften, Vermächtnissen oder Bußgeldzuweisungen. So sei außerdem wieder zu befürchten, dass Tiere aus nicht artgerechten, bedrohlichen Lebenssituationen gerettet werden müssen und erneut ein immenser finanzieller Aufwand für deren Unterbringungs-, Tierarzt- und Arzneimittelkosten ins Haus stehen wird. Auch der Pkw, mit dem die Mitarbeiter des Tierheims die Tiere transportieren, müsse ersetzt werden. Zu Buche schlug im Berichtsjahr der Löschwasserteich, der vom Gesetzgeber gefordert worden war. "Kurzum: Mit dem großen Einsatz und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben ist der Tierschutzverein mit seinem Tierheim in Breitenbrunn immer wieder gefordert, wenn es um die Bewältigung von oft katastrophalen Situationen geht", sagte der Kassier. Der Verein sei den Tieren Fürsprecher und Versorger.

Ein positives Thema bei der Jahreshauptversammlung war das neue Logo des Tierschutzvereins. Das wurde von einem Vereinsmitglied gestaltet.

 

 

 

 

 

Action und Gänsehaut beim Tierheimfest      September 2016
1000 Besucher kommen nach Breitenbrunn. Sie sehen einen spektakulären Rauschgifteinsatz und einen Ehrengast, der selbst eingefleischte Hundehalter zu Tränen rührt.
Von Julia Kuhbandner

Wunsiedel/Breitenbrunn - "Django" schnüffelt angestrengt. Hier muss doch irgendetwas versteckt sein. Seine feine Nase trügt den Rauschgiftspürhund des Kontrolldienstes Verkehrswege vom Zoll Selb niemals. Der Geruch wird stärker. Dann verharrt der schwarze Rüde wie eine Salzsäule und zeigt seinem zweibeinigen Kollegen Udo Gläßel, wo das Rauschgift versteckt ist.

Sie waren einer der Höhepunkte bei den Vorführungen des Tierheimfestes in Breitenbrunn: Udo Gläßel und Klaus Zeitner vom Hauptzollamt Selb. Die Beamten gaben mit Rauschgiftspürhund "Django" einen Einblick in die Ausbildung und Arbeit eines solchen Tieres. Nicht jeder Hund eignet sich dafür. "Durchsetzungsvermögen und Willen sind unverzichtbar", sagte Zeitner, der die vierbeinigen Polizisten seit Jahren ausbildet.

Dann legte er unter dem Kichern der Zuschauer seinen Tiefschutz an. Und trotz strahlendem Sonnenschein eine dicke Jacke mit gepolstertem Arm. So wurde er zum Verbrecher. "Bei Kontrollen stellen wir eine immer höhere Bereitschaft zur Aggressivität fest, oft verursacht durch Betäubungsmittel." "Django" ist auch ein Schutzhund. Und das zeigte er deutlich. Als Zeitner sich lautstark über die Kontrolle aufregte, sprintete "Django" pfeilschnell und laut bellend auf ihn zu. Und als Zeitner schließlich die Flucht ergriff, hetzte der große Rüde hinter ihm her, verbiss sich in seinem Arm und riss ihm die Jacke herunter. "Die Hunde bekommen nach gelungener Arbeit immer ihre Belohnung. In diesem Fall die Jacke des Gangsters", erklärte Zeitner schmunzelnd und ein bisschen außer Atem.

Eine Vorführung der etwas anderen Art, aber mit nicht weniger Gänsehautfaktor gab es von Sabrina Stutz und ihren beiden weißen Schäferhunden "Lia" und "Genna". Die Karlsruherin ist eine enge Freundin von Tierheimleiterin Annette Bartholomai und zeigte mit ihren Hunden eine Vorführung aus dem Bereich "Dancing Circle Dogs", bei dem sie ihre weißen Schäferhunde nur mit Körpersprache dirigierte. Perfekt auf die schnelle und rhythmische Musik abgestimmt, präsentierte sie zuerst mit "Lia" und dann mit beiden Hündinnen eine anspruchsvolle Choreografie, bei der sich sogar eingefleischte Hundefreunde ein Tränchen verkneifen musste, so perfekt war das Zusammenspiel zwischen ihr und ihren Tieren. "Dieses Longieren ist die Königsklasse. Es erfordert zwar viel Zeit und Arbeit, aber grundsätzlich ist jeder Hund dafür geeignet", erklärte Annette Bartholomai.

Die Hundefreunde Marktredwitz begeisterten besonders mit ihrer Vorführung zum Thema "Trick Dog". Egal ob Slalom zwischen den Beinen, Rolle oder Zwischen-den-Beinen- Hindurchspringen: Nicht nur kleineren Hunde verpasst man so ein tolles Gehirnjogging. Außerdem informierten Peter Willumeit und Silvia Mark zum Thema Alltagshund. Wie geht man mit dem Hund auf unbekannte Gegenstände oder Menschen zu? Wie sehe ich, ob mein Vierbeiner Angst hat? Und wie verhalte ich mich hundegerecht? Klassische Kommandos, die in der Begleithundeprüfung abgefragt werden, sind beispielsweise "Sitz", "Platz" und das Ablegen des Hundes, von dem sich der Besitzer dann entfernt, ohne dass das Tier ihm folgt. Besonderen Wert müsse man als Hundebesitzer auch auf "das Loben legen, sagte Willumeit. Und auf den Spaß. "Man soll mit seinem Tier mit Freude arbeiten, sonst ist die Motivation schnell dahin", betonte Silvia Mark.

Auf zwei Beinen legte im Anschluss die Hip-Hop-Gruppe-Marktredwitz eine flotte Sohle auf den Rasen, bevor sich die Vierbeiner beim "Agility" mit spektakulären Sprüngen, auf der Wippe oder im Slalom mit ihren Herrchen nochmal so richtig austoben konnten. Jutta Probst informierte zum Thema Tierbestattungen, es gab eine Tombola und herzhafte und süße Schlemmereien. Eveline Klose, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung, und Tierheimnleiterin Annette Bartholomai waren am Ende des Tages nicht nur glücklich über die vielen Besucher, sondern auch über einige Reserviert-Schilder an so manchem Hundezwinger oder Katzenzimmer

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Tierheim betreut wieder todkranke Hundebabys   18.3.2016


Verkotet, ausgetrocknet, und völlig entkräftet. Seit Freitag müssen die Betreuer in Breitenbrunn wieder helfen. Fünf Schmuggelhunde aus Bulgarien kämpfen um ihr Leben.
Von Alexandra Hautmann


Wunsiedel - "Einen mussten wir am Dienstag schon einschläfern", bedauert Anette Bartholomai. "Bei einem stehen die Chancen halbe-halbe und die anderen vier sind momentan stabil", fasst die Leiterin des Tierheims in Breitenbrunn die Lage zusammen. Erst rund sechs Wochen alt sind die kaninchengroßen Welpen mit dem wuscheligen weiß-beigen Fell, die seit Freitag abgeschirmt in der Quarantäne-Station untergebracht sind. Dort müssen sie erst einmal bleiben, bis keine Ansteckungsgefahr mehr von ihnen ausgeht.
Sie wurden bei einer Grenzkontrolle bei Piding im Landkreis Berchtesgaden zufällig von der Polizei entdeckt. "Wir mussten sie erst einmal baden, um zu sehen was darunter steckt", beschreibt die Tierheimleiterin den Zustand der Hundebabys bei ihrer Ankunft. Hühnchen mit Reis steht seitdem auf dem Speiseplan der entkräfteten Tiere. Wenn sie das nicht mehr fressen wollen, weiß Bartholomai, es wird ernst.


"Das sind Hunde der Rasse Bolonka Zweta, die von Bulgarien nach Deutschland geschmuggelt werden sollten", erklärt Andreas Brucker, der bayerische Geschäftsführer des deutschen Tierschutzbundes. Hier wollten die Schmuggler die schnuckeligen Hundebabys illegal verkaufen und damit mehre Tausend Euro verdienen. Durch die verstärkten Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland auf Grund der Flüchtlingskrise, "werden mehr Schmuggler erwischt als vorher", informiert Brucker über die Hintergründe der zugespitzten Situation.
Nachdem in Breitenbrunn Plätze in der Quarantäne-Station frei waren, entschied Brucker, die Welpen ins Fichtelgebirge zu bringen. "Wir müssen regelmäßig geschmuggelte Tier unterbringen, und nur rund die Hälfte der uns angeschlossenen Tierheime in Bayern hat eine richtige Quarantäne-Station mit Schleusen", erklärt Brucker. Er vermeidet es, Hunde aus verschiedenen Beschlagnahmen in einem Heim unterzubringen, da sich die oft mit vielen verschiedenen Keimen infizierten Tiere sonst gegenseitig ansteckten. Das bedeutet, nimmt ein Tierheim solche Schmuggelhunde auf, ist es Wochen lang belegt.


Genauso war es auch in Breitenbrunn. Erst im Dezember hatte das Tierheim im Landkreis Wunsiedel 17 geschmuggelte Welpen aufgenommen. Bei zwei großen Aufgriffen im Süden Bayerns musste Brucker über zweihundert kleine Hunde unterbringen. Einige der kleinen Geschöpfe konnten die Breitenbrunner trotz aller Bemühungen nicht mehr retten, andere haben sich inzwischen erholt und ein neues Zuhause in der Region gefunden.

Pfleger bittet um Geduld und Spenden
Auch wenn es gut läuft, wird es noch Wochen dauern, bis die überlebenden Welpen gesund sind und kräftig genug, um vermittelt zu werden. Deswegen bittet Tierheimleiterin Anette Bartholomai alle, die einen kleinen Hund aufnehmen möchten, um Geduld: "Bitte momentan noch nicht anrufen, wir wissen noch gar nicht, ob die Tiere überleben". Sehr freuen würde sich die Tierpflegerin allerdings über Spenden für die Finanzierung der Arztkosten für die kranken Welpen
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Belegschaft beweist Herz für Tiere     Blickpunkt, 27.1.2016
Ein Herz für Tiere haben die Mitarbeiter des Thiersteiner Unternehmens BD-Sensors gezeigt. Die Belegschaft verzichtete im vergangenen Jahr auf die sonst üblichen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke

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Ein Herz für Tiere haben die Mitarbeiter des Thiersteiner Unternehmens BD-Sensors gezeigt. Die Belegschaft verzichtete im vergangenen Jahr auf die sonst üblichen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke. Stattdessen beschlossen sie auf der Betriebsversammlung einstimmig, das für die Geschenke notwendige Geld den Tierheimen in der Region zu spenden. Export Sales Managerin Claudia Jena und CEO Rainer Denndörfer, beide selbst begeisterte Hundehalter, übergaben dieser Tage je 2 500 Euro an die Verantwortlichen der Tierheime Selb und Breitenbrunn. Die hatten natürlich auch die Hunde Momo, Ronda und Rocco mit ins BD-Forum gebracht, wo die symbolische Scheckübergabe stattfand (stehend von links): Claudia Jena, Anette Bartholomai vom Tierheim Breitenbrunn, zweiter Vorsitzender Walter Huber vom Selber Tierschutzverein, Rainer Denndörfer sowie (vorne) Julia Vonzin, die das Selber Tierheim leitet. Text/Foto: Martin Schikora

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Hunde-Drama an Heiligabend     24.12.2015

In Fattigau bietet sich das gleiche Bild wie anderswo: Tiere leben in einem vermüllten Haus. Besitzer ist ein amtsbekannter Mann.

Fattigau - Im Oberkotzauer Ortsteil Fattigau hat sich ein weiteres Hunde-Drama abgespielt. An Heiligabend holten Polizisten und eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins SOM zehn verwahrloste Hunde aus einem völlig vermüllten Haus. Der Besitzer des Anwesens und der Tiere ist einmal mehr ein Mann mit Hauptwohnsitz in Schwarzenbach an der Saale; er hält Behörden und Tierschützer auf Trab, in jüngster Zeit häufen sich die Vorfälle (die Frankenpost berichtete).

Am frühen Donnerstagabend drangen aus dem Haus in Fattigau Gebell und Gejaule. Nachbarn wurden darauf aufmerksam und verständigten die Polizei. Vier Beamte und eine Mitarbeiterin des Tierheims SOM verschafften sich Zutritt zu dem Gebäude, trafen auch den Hundehalter an. Ihnen bot sich das gleiche Bild wie bei vorherigen Einsätzen: Die Räume waren total vermüllt und verdreckt. Hier lebten elf Terrier-Mischlinge. Dem Hundehalter gelang es, einen Hund zu verstecken. Zehn Hunde kamen ins Tierheim in Pfaffengrün. Aus Platzgründen gaben die SOM-Verantwortlichen sechs Tiere ans Tierheim in Hof ab.

Catrin Baumgärtner vom Tierschutzverein SOM ist entsetzt: "Er hat die Tiere null gepflegt." Verdreckt und verwahrlost seien die Hunde gewesen. "Sie haben gestunken, ihr Fell ist verfilzt." Die Mitarbeiter in den beiden Tierheimen müssen sich zunächst einmal um Parasiten-Bekämpfung, Impfung und Fellpflege kümmern.

Der amtsbekannte Mann erhält eine weitere Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit. Welche Konsequenzen auf ihn zukommen, darüber entscheiden die Veterinäre im Landratsamt Hof. Anette Bartholomai, Leiterin des Tierheims Wunsiedel-Breitenbrunn, fordert im Gespräch mit der Frankenpost ein Verbot der Tierhaltung für den Mann. Sie hatte vor Weihnachten erstmals mit Vorfällen auch im Kreis Wunsiedel zu tun. Aus einer Wohnung in Kirchenlamitz hatte die Polizei am 9. Dezember vier Hunde befreit. Das Veterinäramt am Landratsamt Wunsiedel setzte dem Mann eine Frist von zwei Wochen. Doch er konnte bis 23. Dezember nicht nachweisen, dass er eine neue Bleibe für die Hunde hätte - für den Fall, dass die Tiere überhaupt zu ihm zurückkehren dürften. Deshalb gab das Amt die Mutterhündin und ihre drei Welpen zur Vermittlung frei. "Das war für uns wie ein kleines Weihnachtsgeschenk", sagt Bartholomai.

Eine neue Besitzerin wird auch Hundedame Susi bekommen. Polizisten hatten sie im Oktober am Autohof Münchberg aus einem vermüllten Auto befreit. Hundehalter war einmal mehr der Mann aus Schwarzenbach/Saale. Für Terrier-Mischling Susi hatte der Tierschutzverein SOM eine Tierfreundin gefunden; hier kam sie zur Pflege unter. Die Frau schloss die Hündin in ihr Herz und wollte sie gerne auf Dauer behalten. Dafür hat das Veterinäramt des Landkreises Hof nun den Weg frei gemacht. Jan Fischer

 

 

 

 

 

Hundehalter hält Behörden in Atem       22.12.2015

In Kirchenlamitz holt die Polizei vier verwahrloste Hunde ab. Ihr Besitzer ist der amtsbekannte Mann aus Schwarzenbach/Saale.

Von Jan Fischer

Hof/Kirchenlamitz - Die Serie von mutmaßlichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz reißt nicht ab. Im Fokus der Ermittler steht dabei ein Mann mit Hauptwohnsitz in Schwarzenbach an der Saale (die Frankenpost berichtete). Nun wurde ein weiterer Vorfall bekannt: Aus dem Keller einer Wohnung in Kirchenlamitz befreiten Polizei und Veterinäramt am 9. Dezember vier Hunde - eine Mutterhündin und drei Welpen. Die Wohnung befindet sich in Besitz des seit Jahren amtsbekannten Schwarzenbachers. Die Tiere fristeten offenbar im dunklen Keller zwischen Mülltüten ein trauriges Dasein. Vorher waren schon mehrmals Hunde desselben Halters in zugemüllten Autos entdeckt worden; sie waren dort meist in engen, verdreckten und verkoteten Boxen eingesperrt.

Gegen den Mann läuft nun - diesmal unter der Regie des Landratsamtes Wunsiedel - ein weiteres Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit. Dieses kann nach Frankenpost -Informationen in ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz münden. Das Gesetz sieht als letzten möglichen Schritt auch eine verwaltungsrechtliche Anordnung vor. Darin könnten die Behörden genau festlegen, inwiefern sie die Tierhaltung künftig regelt oder einschränkt. Die Anordnungen dienen, wie es juristisch korrekt heißt, "zur Beseitigung festgestellter Verstöße und zur Verhütung künftiger Verstöße". Das Veterinäramt hat dafür Sorge zu tragen, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht wird. Für Wiederholungstäter ist auch ein Verbot der Tierhaltung möglich.

Im aktuellen Fall wartet das Landratsamt Wunsiedel noch auf eine Äußerung des Hundehalters. Die Einschätzung eines Tierrechts-Experten ist eindeutig: "Er wird nicht ungeschoren davonkommen." Die vier Hunde sind derzeit im Tierheim Wunsiedel-Breitenbrunn untergebracht.
Nach Recherchen der Frankenpost züchtet der Mann regelmäßig Hunde und bietet sie per Kleinanzeige zum Verkauf an. Zeigt jemand Interesse an einem Tier, bietet er ein Treffen außerhalb von Wohnung und Auto an, um den Hund kennenzulernen. Als wäre alles normal und legal.

 

 

 

 

 

Welpenhandel empört Tierfreunde         Von Florian Miedl                21.12.2015


Eine Demonstration in Wunsiedel macht auf illegale Transporte und Qualzuchten aufmerksam. Auslöser der Protestaktion: zwei spektakuläre Tierschmuggel-Fälle.

Etliche Demonstranten waren mit dem eigenen Hund auf den Wunsiedler Marktplatz gekommen.
Wunsiedel - Rund 80 Tierfreunde aus der Region haben sich nach den spektakulären Welpen-Schmuggel-Fällen auf dem Wunsiedler Marktplatz versammelt. Sie protestierten am Samstag gegen illegale Tiertransporte und Qualzuchten. Wie berichtet, hatte die Polizei im Berchtesgadener Land Ende der vergangenen Woche auf der A 8 zwei illegale Tiertransporte aus Ungarn und der Slowakei gestoppt. Laut Tierschutzbund waren sie auf dem Weg nach Spanien. An Bord waren insgesamt mehr als 200 Welpen, knapp 50 Zebrafinken und 20 Schildkröten. Die Tiere wurden auf 17 Tierheime in Bayern verteilt - einige landeten auch in Wunsiedel.
Zwar dürfen die Tiere nun in Deutschland bleiben, nachdem es zuerst geheißen hatte, man müsse sie in ihre Herkunftsländer zurückführen und dort ihren ursprünglichen Eigentümern aushändigen. Der Deutsche Tierschutzbund und der Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz, der im Tierheim in Breitenbrunn ebenfalls 17 Welpen - gerade vier bis fünf Wochen alt, geschwächt und krank - aufgenommen hatte, sahen sich trotzdem in der Pflicht, mithilfe einer Demonstration in Wunsiedel "über die kriminellen Machenschaften gewissenloser Tierhändler aufzuklären".
Die Tiertransporte seien nur die Spitze des Eisberges, war sich der Tierschutzbund bei der Demo sicher. Im Direktverkauf oder per Internethandel würden Interessenten durch billige Preise oder rührselige Geschichten zum Kauf eines Welpen verleitet. Meist entrissen die Händler die Hundebabys ihrer Mutter schon ab der fünften Lebenswoche und verkauften sie gewinnträchtig - weder geimpft noch entwurmt.
Vom Leid der Welpen und ihrer Mütter berichtete Joachim Lessing. Der Veterinär aus Coburg erzählte von der völligen Verwahrlosung der Tiere auf den Transporten. Stress, Parasitenbefall, verwurmte Tiere und Wassermangel seien keine Seltenheit. "Viele Tiere überleben nicht", sagte Lessing.
Andreas Brucker vom Deutschen Tierschutzbund sah die Politik in der Pflicht zu handeln. Er verwies auf die Jagdverbände, die mit Millionenbeträgen von der Regierung gefördert würden. "Man muss erst Tiere töten, um bei Politikern eine Chance zu haben", sagte Brucker. Mit Unterschriftenlisten forderten die Tierrechtler die Aufnahme eines angemessenen Haushaltstitels für den Tierschutz sowie die Einrichtung eines Notfallfonds für akute Fälle. Die Tierfreunde auf dem Wunsiedler Marktplatz - viele waren mit dem eigenen Hund gekommen - unterschrieben sofort.
Karingard Vangerow-Döhner vom Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz erinnerte die Demonstranten an das Weihnachtsfest und schloss mit einem Appell: "Bitte keine Tiere unter den Baum!"
 

 

 

 

 

 

Deutscher Tierschutzbund

Landesverband Bayern

Pressemeldung
16.12.2015

Welpen in Bayern:
Umweltministerium lenkt ein – Welpen bleiben in den Tierheimen – Ungelöste Fragen und Sorgen bleiben

In Zusammenhang mit den neu angeordneten verschärften Grenzkontrollen entlang der bayerischen Landesgrenze zu den EU-Partnern kam es vermehrt zu Tierfunden. In den letzten Tagen waren es insgesamt 215 illegal transportiere Hundewelpen aus Osteuropa, 50 Zebrafinken und 20 Schildkröten. Die Tiere wurden in teils nächtlichen Rettungsaktionen auf bayerische Tierheime verteilt. Die für einen Transport viel zu jungen, zumeist kranken Welpen werden u.a. in den Quarantänestationen der Tierheime betreut. Das Umweltministerium in Bayern wollte transportfähige Tiere wieder in die Herkunftsländer zurücktransportieren lassen. Nach dem Protest des Deutschen Tierschutzbundes und seines Landesverbandes Bayern und vieler Tierfreunde hat die Ministerin Ulrike Scharf offenbar eingelenkt. Die Tierschützer vor Ort erreichte die Nachricht, dass die Welpen jetzt in den Tierheimen bleiben können.

„Wir atmen tief durch, aber Sorgen bleiben. Zuerst einmal steht jetzt die Betreuung der Tiere im Mittelpunkt, das ist eine schwere Aufgabe, die die Tierschützer nun schultern müssen. Es bleibt offen, wer am Ende die Kosten trägt. Klar muss sein: Dafür muss das Land Bayern einstehen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, in einer ersten Kommentierung der aktuellen Entwicklung und ist dabei mit dem Landesverband Bayern des Deutschen Tierschutzbundes einig. Zudem beschreibt Schröder eine weitere Sorge der Tierschützer: „Wir befürchten, dass jetzt an den Grenzen neu ankommende Tiere direkt wieder zurückgeschickt werden. Dazu brauchen wir ebenso noch eine Stellungnahme der derzeitigen bayerischen Ministerin Ulrike Scharf. Diese Handhabung wäre inakzeptabel, weil ganz sicher das Grenzpersonal nicht genügend ausgebildet ist, die Transportfähigkeit festzustellen. Wir befürchten weiteres Tierleid, weil es dann wieder nur nach dem Prinzip „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ginge.“

 

 

 

 

 

Deutscher Tierschutzbund

Landesverband Bayern

+++ PRESSEMITTEILUNG +++
14.12.2015

Welpentransporte gestoppt: 217 Welpen gerettet!

In der Nacht zum Freitag (11.12.2015) wurde in Bad Reichenhall an der Grenze zu Österreich von der Polizei ein Transporter angehalten und geprüft in dem sich 47 für den Transport viel zu junge Welpen befanden. Die Tiere waren vermutlich von Ungarn nach Spanien unterwegs. Noch am selben Tag spät abends wurde an der Grenze erneut ein Transporter überprüft in dem sich sogar 170 kleine Welpen im Alter von ca. 4 – 5 Wochen der verschiedensten Rassen zusammengepfercht in Kaninchenkäfigen befanden. Zusätzlich fand die Polizei in dem Transporter noch 50 Zebrafinken und 20 Schildkröten. Dieser Transporter kam aus der Slowakei, jedoch ist der Bestimmungsort ist dem Landesverband derzeit noch nicht bekannt.

Die stark geschwächten und sehr verängstigten Welpen wurden zunächst von der Polizei sichergestellt und dann sofort vom Tierschutzverein Bad Reichenhall erstversorgt. Danach wurden alle Tiere auf Mitgliedstierheime des Landesverbandes im Deutschen Tierschutzbund aufgeteilt und abgeholt. Bis in den späten Morgenstunden waren die ehrenamtlichen Helfer und Vereinsmitglieder unterwegs, um für den sicheren und schnellen Transport der Tiere zu sorgen.

Die Koordination und Organisation der Verteilung und des Transports der Tiere übernahm Andreas Brucker, aus der Geschäftsstelle des Landesverbandes. Nicole Brühl, Präsidentin des Landesverbandes berichtet: „Was hier in der Nacht geleistet wurde ist eine logistische Meisterleistung! Ich bin sehr stolz auf unsere Präsidium, und auf unsere Vereine!“

Was die Tierheime in solchen Fällen leisten müssen, ist enorm. Viele Tierschützer kommen an ihre Belastungsgrenzen, denn die Hauptarbeit beginnt eigentlich erst nach der Rettungsaktion. Die Tiere müssen medizinisch versorgt werden und stehen aufgrund ihres sehr jungen Alters unter ständiger Beobachtung. Viele sind krank und schwach und brauchen ganz besondere Aufmerksamkeit.

„Wir haben natürlich auch das Bayerische Ministerium eingeschaltet, denn wir können diese großen Mengen an Welpentransporte nicht alleine bewältigen. Der illegale Welpenhandel boomt, gerade vor Weihnachten und dagegen muss endlich etwas unternommen werden!“ sagt Nicole Brühl.
 

 

 

 

 

 

Sam begeistert die Zuschauer                julia Kuhbandner, Frankenpost      28.09.2015

Das Tierheimfest lockt 900 Besucher nach Breitenbrunn. Ein Rauschgiftspürhund ist der Stargast des Tages.   

Wunsiedel - "Wir wurden regelrecht überrannt", freut sich Eveline Klose, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Rund 900 Besucher und viele vierbeinige Begleiter stürmten das Tierheim Breitenbrunn, in dem nach einem Jahr Pause wieder ordentlich gefeiert wurde. Und während Zauberer Franz in Begleitung seiner Hündin den Kinder verblüffte Ooohs und Aaahs entlockte und das Glücksrad nicht stillstand, gaben die Hundefreunde Marktredwitz einen Einblick in ihre Ausbildungsfelder.

Besonders begeistert waren die Besucher von der Agility. Bei dieses Hundesportart müssen die Tiere im Freilauf mit ihren Besitzern einen Hindernisparcours überwinden. Die einen wuselten flink durch Tunnel, Reifen und Co., die anderen gingen die Aufgabe eher gemütlich in Sonntagsmanier ein. Doch egal ob schnell oder langsam, die präzise und beinahe unsichtbare Kommunikation zwischen Hund und Herrchen beeindruckte die Zuschauer.

Peter Willumeit gab einen Einblick in den Bereich "Verhalten in der Öffentlichkeit". "Gerade in Zeiten von Giftködern und Hundehassern ist jeder Hundehalter in der Pflicht, seinen Vierbeiner korrekt auszubilden", betonte der Vorsitzende der Hundefreunde Marktredwitz. Denn noch immer würden viele Hundebesitzer dazu neigen, ihre Tiere zu vermenschlichen. Falsche Erziehung und falsches Verhalten gegenüber dem Hund könnten so schnell für brenzlige Situationen sorgen. Anhand von alltäglichen Situation wie dem Passieren fremder Menschen in der Stadt oder dem Treffen mit Bekannten mit oder ohne Hund, wurde schnell deutlich, mit welch einfachen Mitteln Hundebesitzer sich und ihren Tieren das Leben erleichtern können. Tierheimleiterin Anette Bartholomai zeigte beim Dog Dance, was ihre Vierbeiner können, und die Hiphop-Gruppe Marktredwitz begeisterte mit ihren aufwendigen Tanzeinlagen.

Höhepunkt war die Vorführung von Oliver Küspert und Rauschgiftspürhund "Sam". Der schwarze Rüde stammt aus dem Wunsiedler Tierheim. Mit zehn Monaten begann er seine Laufbahn bei der Polizei. Und die sei wegen seines überbordenden Temperaments nicht immer einfach gewesen, so Hundeführer Oliver Küspert. Mithilfe von Dosen mit Lockstoffen zeigten sie dem Publikum das sogenannte passive Anzeigeverhalten der Spürhunde, die an der Stelle mit dem Lockstoffen verharren. Und egal, wie viele verschiedene Lockstoffe Sam zur Auswahl hatte, er entschied sich jedes Mal zielgenau für die Dose mit dem Heroin-Geruch. 28 Mal hat der Rüde schon Crystal bei Schmugglern aufgespürt, er wurde nach nur sechs Monaten im Dienst mit einer Plakette des Deutschen Schäferhundevereins ausgezeichnet.

Viele Tierfreunde nutzten die Gelegenheit, das neue Hundehaus und seine Bewohner zu begutachten, machten es sich auf den Bänken gemütlich und schlemmten Steaks und saure Bratwürste, Käse und Kuchen. Großer Andrang herrschte beim Ponyreiten, doch den begrenzte das Team der Ponyrosa-Ranch und der Pferdefreunde Stemmasgrün zum Wohle der Vierbeiner auf ein tiergerechtes Maß. jk

 

 

 

Im Stadtpark dreht sich alles um den Hund 4.7.2015
Beim ersten "Rawetzer Hundsdooch" dreht sich alles um die Vierbeiner. Halter und Besucher lernen auch, was es heißt Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.

Marktredwitz - Es bellt und wufft in allen Ecken des Stadtparks. Aufgeregt wedeln große und kleine Vierbeiner mit dem Schwanz, begrüßen sich und beschnuppern auch die Zweibeiner. Es gibt viel zu entdecken an diesem heißen Samstag. Der erste "Rawetzer Hundsdooch" versprach den Teilnehmern und Besuchern einiges, nämlich alles rund um den Hund.

Verteilt auf dem Gelände, fanden sich hauptsächlich Informationsstände - zum Beispiel von den Hundefreunden "IRJG, Ortsgruppe Mak", der Tierrettung Hochfranken, der BRK-Rettungshundestaffel Tirschenreuth oder des Tierheims Breitenbrunn. Darüber hinaus konnten sich die Hundebesitzer über die richtige Fell- und Zahnpflege ihrer vierbeinigen Freunde informieren, über Hilfe bei Reisekrankheiten oder Zeckenprophylaxe, aber auch darüber, welche Möglichkeiten es gibt, wenn der geliebte Gefährte von einem geht.

Daneben gab es auch verschiedene Vorführungen. "Wir wollen zeigen, was die Hunde alles können, zu was man sie ausbilden kann", sagt Sabine Schultheiß von "Pro Mak" und Organisatorin der Veranstaltung. So führten zum Beispiel Begleit- und Rettungshunde vor, was sie in ihrer Ausbildung alles gelernt haben.

Der Hundsdooch diente aber auch dazu, manchem die Angst vor den Fellnasen zu nehmen und Verständnis für die Tiere zu wecken. "Der Hund macht in dem Sinn nichts falsch", erklärte Schultheiß. "Er reagiert auf seine Umgebung, und da gibt es zwei Möglichkeiten: Flucht- oder Aggressionsverhalten." Daher wollten die Initiatoren den Besuchern und Besitzern zeigen, wie sie einen Hund "lesen" können, was es bedeutet, wenn der Schwanz wedelt oder die Ohren angelegt sind. "Alles schaffen wir natürlich nicht, aber vielleicht wecken wir bei dem einen oder anderen die Neugier", wünschte sich Sabine Schultheiß.

Bei gefühlten 36 Grad im Schatten sorgte eine leichte Brise für ein bisschen Abkühlung, und für die Hunde gab es überall Stationen mit frischem Trinkwasser und Spielen. Herrchen, Frauchen und Bello konnten ihr Können beim Erlebnis- und Agility-Parcours oder beim Hundekegeln testen. Ein freudiger Austausch herrschte dabei nicht nur zwischen den Besitzern, Nicht-Besitzern und Fast-Besitzern. Ob groß oder klein, Mischling oder Rassehund - aufgeregt begrüßten sich die meisten Vierbeiner, schnupperten vorsichtig-neugierig oder stimmten ein spontanes Bellkonzert an, in das die anderen "Kameraden" schnell einstimmten.

Ein Highlight waren die Vorführungen. Anette Bartholomai tanzte mit ihrem Hund zu "Rock mi" von "voXXclub". Die quirlige Vierbeinerin hüpfte zu den rockigen Rhythmen, drehte sich und folgte der Choreografie ihres Frauchens. "Dog Dancing eignet sich für jedermann und jeden Hund", sagte Anette Bartholomai - und vor allem bringt es für beide viel Spaß.

Die Hundefreunde versuchten, Besuchern und Besitzern ihre Verantwortung klar zu machen: Der Hund sei auf sein Herrchen oder Frauchen angewiesen. Deshalb müssten die Besitzer wissen, wie sie sich beispielsweise bei einer Begrüßung mit ihrem Hund verhalten sollen. Dabei sowie in vielen anderen Fällen sei es wichtig, das Tier zu beobachten und ihm mit bestimmten Gesten Sicherheit zu geben.

Cornelia Kisser erklärte, welche Wirkung ihre Therapiehunde auf ihre Klienten haben. So können die drei großen Mischlinge zum Beispiel zur Beruhigung von Menschen beitragen oder die kognitiven Fähigkeiten unterstützen. Sie können Menschen aber auch zur Bewegung animieren. Sogar ein paar Kunststückchen zeigten Lucky und seine Kameraden: Auf Kommando schlupften sie in einer Acht durch die Beine von Kissers Klienten. Ganz wichtig: die Belohnung. Für ein Leckerli macht Bello fast alles.

Nach acht Stunden - aufgrund der großen Bäume im Stadtpark - erträglicher Hitze und jeder Menge neuer Erfahrungen für die zahlreichen Zwei- und Vierbeiner ging der erste "Rawetzer Hundsdooch" zu Ende - und alles ruft nach einer Fortsetzung. BJ

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Harter Kampf um jeden Cent     19.3. 2015

Nach Angaben des Tierschutzbundes steht in Bayern jedes zweite Tierheim vor der Insolvenz. Zwar sind die Heime in Breitenbrunn und Selb nicht mittellos, doch ohne Spenden würde der Betrieb nicht mehr laufen. Oliver Berg

Breitenbrunn/Selb - Im Jahr 2014 haben die Mitarbeiter des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung mehr als 500 Tiere versorgt. Um so viele Vierbeiner und Vögel betreuen zu können, muss das Tierheim jährlich 180 000 Euro aufbringen, sagt Evi Klose, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung. Und jedes Jahr wird es noch teurer: "Die Kosten steigen stetig - etwa bei den Tierärzten oder aktuell durch den Mindestlohn." Auch das Tierheim in Selb, das jährlich mehr als 300 Tiere versorgt, hat viele Rechnungen zu zahlen. "Für den Erhalt des Betriebs brauchen wir im Jahr etwa 140 000 Euro", sagt Martin Joos, Vorsitzender des Tierschutzvereins Selb.

Während viele Bundesländer ihre Tierheime mit staatlichen Zuschüssen unterstützen, bekommen bayerische Einrichtungen keinen Cent vom Freistaat. Zwar seien hier die Kommunen verpflichtet, für Fundtiere zu bezahlen, doch diese Beiträge würden vorne und hinten nicht reichen: "Nur mit dieser Pauschale wären wir schon längst bankrott", erklärt Klose, und Joos stimmt ihr zu: "Diese Beiträge sind bloß ein Tropfen auf den heißen Stein."

Die Kommunen im Landkreis Wunsiedel schießen jährlich einen Betrag von zirka zehn Cent je Einwohner für die Aufnahme von Fundtieren zu. Laut dem deutschen Tierschutzbund müssten die Gemeinden jedoch mindestens einen Euro je Einwohner zahlen, damit die Tierheime vernünftig arbeiten könnten.

"Diese Beiträge sind natürlich utopisch, deswegen sind wir auf Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge angewiesen", sagt Joos. Zwar sei die Spendenbereitschaft derzeit sowohl in Selb als auch in Breitenbrunn stabil, doch das könnte sich jederzeit ändern: "Spenden lassen sich nicht kontrollieren und sind für uns auch nicht selbstverständlich", sagt Klose.

Der Tierschutzbund plädiert seit Jahren für eine direkte Förderung durch den Freistaat. Doch erst vor drei Monaten lehnte die Landtags-CSU mit ihrer absoluten Mehrheit einen Antrag der SPD ab, die Einrichtungen mit einer Million Euro im Jahr zu unterstützen. aju

 

 

 

 

 

Betagte Tiere suchen ein Zuhause   Okt 2014

Im Tierheim Breitenbrunn leben auch viele ältere Hunde, Katzen und mehr. Ihre Aussichten sind nicht gerade rosig: Die meisten Menschen wollen lieber ein Jungtier haben. Dabei hätten die Senioren durchaus Vorteile, findet Anette Bartholomai.

Von Tamara Pohl

Wunsiedel - Wer ins Tierheim geht, um sich einen neuen Spielkameraden, Schmusetiger oder Wachhund zu holen, tut sicher ein gutes Werk. Schließlich gibt es viele Tiere, die dort auf ein neues Zuhause warten. Allerdings haben es manche deutlich einfacher, ein neues Herrchen oder Frauchen zu finden, als andere. "Oft lehnen die Leute Tiere ab, weil sie ihnen zu alt sind", berichtet Tierheimleiterin Anette Bartholomai. Doch wann fängt beim Haustier eigentlich "alt" an? "Wir erleben auch, dass ein Hund mit fünf Jahren schon als zu alt bezeichnet wird, oder eine Katze mit acht Jahren." Dabei seien diese Tiere doch gerade erst in ihrer vollen Blüte. "Okay, eine Deutsche Dogge ist mit acht Jahren wirklich schon alt, aber ein Rehpinscher noch lange nicht. Und bei einer Katze würde ich vielleicht ab zwölf Jahren von einem alten Tier sprechen."

Anette Bartholomai findet es bedauerlich, dass so viele Vierbeiner keine Chance mehr haben sollen, nur weil sie keine Jungtiere mehr sind. Im Tierheim Breitenbrunn gibt es viele Hunde und Katzen, die vermutlich ihren Lebensabend dort werden beschließen müssen. Etwa die Katze "Mau", die jetzt 15 Jahre alt ist. "Sie kam mit der vierjährigen ,Pünktchen' und dem 14-jährigen ,Anton' zu uns. Die drei kann man nur miteinander vermitteln, das macht es sehr schwer." Zwar habe eine junge Frau "Mau" einige Tage mitgenommen, weil sie ausdrücklich einem alten Tier ein Zuhause schenken wollte. Doch "Mau" vertrug die Trennung nicht und fraß nichts mehr - nun sitzt sie wieder bei ihren Gefährten im Tierheim. Dort wird wohl auch "Lady" noch lange bleiben. Die zwölfjährige Collie-Mix-Hündin ist nach einem Todesfall in Breitenbrunn gelandet. "Der arme Hund versteht gerade die Welt nicht mehr", bedauert Anette Bartholomai. Auch der 13-jährige Schäferhund "Herrmann" teilt das Schicksal "Ladys". Sein Besitzer ist gestorben und hat den tauben und blinden Rüden zurückgelassen. "Es kommt immer wieder vor, dass die Tiere bei uns bleiben, bis sie sterben. Erst kürzlich ist uns das mit einem alten Husky passiert."

Sicher gebe es Nachteile mit einem älteren Tier. Viele Halter hätten Angst vor hohen Tierarztkosten oder dem nahenden Tod der Tiere. "Aber sterben kann ein Tier jederzeit", sagt Anette Bartholomai, die erst kürzlich ihren eigenen, erst achtjährigen Hund "Snoopy" an den Krebs verloren hat. Ältere Tiere aufzunehmen biete dagegen auch einige Vorteile: So fielen die Grundimpfungskosten meist weg. Auch würden gerade ältere Hunde meist die Grundkommandos beherrschen, seien schon stubenrein, ans Autofahren gewöhnt und wüssten sich bei Spaziergängen in der Stadt zu benehmen. Gerade für "Hundeanfänger" sei ein älteres Tier gut. "Einem Welpen kann man sehr leicht Macken anerziehen, ohne es zu wollen."

Wie wenig alte Tiere wertgeschätzt werden, zeigt folgende Begebenheit: "Ein Paar kam zu uns und wollte seinen zwölfjährigen Hund gegen einen Welpen tauschen. Wir waren erstmal baff. Einen Welpen haben wir ihnen nicht mitgegeben - und den älteren Hund auch behalten." Zum Glück gebe es auch treue Kunden im Tierheim, die explizit ältere Tiere wünschten. "Sie geben den Hunden ein paar Jahre ein schönes Zuhause, und wenn ein Tier nicht mehr ist, bereiten sie dem nächsten einen schönen Lebensabend."

Alte Hunde und alte Katzen haben es besonders schwer, wieder vermittelt zu werden. Hingegen scheint bei Vögeln, Meerschweinchen und Hasen das Alter keine Rolle zu spielen. "Die gehen relativ zügig weg." Andererseits seien Mäuse, Degus und Ratten so gut wie nicht vermittelbar, selbst wenn es ganz junge Tiere sind.

Im Prinzip könne jeder Halter einem alten Tier ein schönes Zuhause bieten, wenn das Umfeld stimme. Und wer partout kein altes Tier daheim haben, aber eines unterstützen will, dem steht in Breitenbrunn der Weg über eine Partnerschaft offen: "Wir haben zum Beispiel zwei alte Katzen, die teures Spezialfutter brauchen. Oder unseren ,Herrmann', der auf Tabletten angewiesen ist." Über Spenden freuen sich die Mitarbeiter des Tierheims - und die alten Tiere, die so wenigstens gut versorgt vom neuen Zuhause träumen können.

 

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Von einer Hölle in die nächste

Immer wieder hört man von grausamen Welpentransporten, die junge Rassehunde unter tierquälerischen Bedingungen durch ganz Europa karren. Nun haben Bundespolizisten an der A 93 bei Marktredwitz ein neues "Geschäftsmodell" enttarnt von Tina Eckardt

MARKTREDWITZ Traurig blicken die braunen Knopfaugen aus dem engen Gitterkäfig. Kot und Urin bedecken den Boden, es stinkt bestialisch. Die Hündin drückt sich in eine Ecke, weicht verängstigt zurück, sobald sich eine menschliche Hand nähert. Dabei kann sie nicht wissen, dass ihre Tortur nun zu Ende ist: Eine Streife der Bundespolizei hat am vergangenen Samstagnachmittag um 13.30 Uhr an der A 93, Ausfahrt Marktredwitz, einen Sprinter mit italienischem Kennzeichen gestoppt. An Bord: Zwei Männer und eine Frau aus Rumänien - und 31 Mischlingshunde. Unter miserablen Bedingungen sollten sie von Rumänien über Deutschland und Belgien bis nach England gekarrt werden, um sie unter dem Deckmantel des Tierschutzes an mitleidige Menschen zu verschachern.

Andreas Brucker, stellvertretender Geschäftsstellenleiter des Deutschen Tierschutzbundes im Landesverband Bayern und Regionalbeauftragter für Oberfranken, war am Samstag dabei und beschreibt seine Eindrücke so: "Die Hunde waren in einem miserablen Zustand: Die kleinen Käfige waren komplett verkotet, die Hunde hatten kein Wasser, sporadisch Trockenfutter und waren am Ende ihrer Kräfte." Unter ihnen seien auch frisch kastrierte Hündinnen gewesen, die ohne Rücksicht auf ihre Schmerzen nach der Operation in die Käfige gesteckt wurden. "Sie waren seit Freitagfrüh um 5 Uhr pausenlos unterwegs", so Brucker. "Hätten wir Temperaturen gehabt wie an Pfingsten, hätten sie den Transport nicht überlebt."

Aber auch so sei die Lage brenzlig: Die Hunde seien derart entkräftet und halb verdurstet gewesen, dass sie niemals bis Belgien oder gar England durchgehalten hätten. Neben den drei kastrierten Hündinnen war auch ein gelähmter Hund an Bord. Nach ersten Untersuchungen besteht Brucker zufolge bei einigen Parvovirose-Verdacht - das ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit bei Hunden. Offensichtlich seien auch die EU-Impfausweise gefälscht, fraglich sei deshalb auch, ob der Tollwutschutz tatsächlich bestehe. Weiterhin seien die Hunde von Flöhen, Milben, Würmern und wahrscheinlich auch Giardien befallen, was sich aber gut in den Griff bekommen lasse.

"Die Hunde werden alle tierärztlich versorgt und wurden auf fünf Tierheime verteilt", berichtet Brucker weiter. 13 kamen im Tierheim Breitenbrunn unter und erholen sich auf der Quarantäne-Station von den Strapazen der Reise. Der Tierschutzverband wird sich nun mit seinen Justiziaren darum bemühen, dass der Transport rechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um ein einträgliches Geschäftsmodell, bei der eine rumänische und eine deutsche Tierschutzorganisation zusammenarbeiten und mit dem Mitleid der Menschen Geld verdienen: Diese sehen den Hund im Internet, zahlen 150 bis 200 Euro für den Transport und holen ihn dann an irgendeinem McDonald's- oder Aldi-Parkplatz ab. Geplante Anlaufstellen in Deutschland waren unter anderem Stuttgart und Karlsruhe. "Allein mit dem aktuellen Transport hätten sie 4 000 bis 5 000 Euro verdient", so Brucker weiter. Seiner Meinung nach werde hier ein gewerblicher Handel verschleiert. "Und das alles unter dem Deckmantel des Tierschutzes - das ist nicht vertretbar !"

Im Moment sind die Hunde beschlagnahmt und in Sicherheit - vorerst. Denn laut Brucker besteht die Gefahr, dass die Tierschützer die Hunde wieder herausgeben müssen. "Das ist aber allein schon wegen der Seuchengefahr vom Amt nicht vertretbar", meint er. Der Deutsche Tierschutzbund hat gegen die Täter Anzeige erstattet. Und Brucker ist zuversichtlich, dass hier eventuell der Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes zum Tragen kommt, der von "erheblichen Schmerzen und Leiden" der Tiere spricht. "Dann hätten wir keine Ordnungswidrigkeit, sondern einen Straftatbestand." Neben einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren drohen auch hohe Geldbußen. "Ich hatte vor drei Jahren einen ähnlichen Fall, der musste 12 000 Euro zahlen."

Wie es nun ausgeht, wird sich zeigen. Die scheue Hündin jedenfalls wird sich in den nächsten Tagen im Tierheim bestimmt erholen und merken, dass eine menschliche Hand auch streicheln kann . . .

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"Metallica" in Breitenbrunn

Nein, nicht die bekannte Musikgruppe hält sich in Breitenbrunn auf, sondern eine Vogelspinne dieses Namens. Das Tier und sieben weitere stammen aus einem Wohnungsfund.

15.03.2014 Breitenbrunn - Seit einer Woche zählt das Tierheim Breitenbrunn um acht Bewohner mehr. Wie berichtet, hat die Selber Polizei in einer Mietswohnung acht Vogelspinnen gefunden, die zum Teil nicht artgerecht gehalten waren - und manche davon ganz schön giftig. Die Beamten hatten die Tierrettung Bayreuth verständigt, zu der auch Spinnenexperte Andreas Prucker gehört. Er ist Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes im Landesverband Bayern und nahm Kontakt zum Breitenbrunner Tierheim auf. Dessen Mitarbeiter fuhren sofort nach Selb und holten die Spinnen von der Polizeistation ab.

"Spinnen haben wir nicht so oft hier", räumt Tierpflegerin Denise Prell ein, die sehr froh darüber ist, dass sich einer ihrer Kollegen gut mit den Tieren auskennt. "Ich möchte nicht in die Terrarien fassen", sagt sie und lacht. Spinnen sind eben keine Schmusetiere, und einige dieser acht insbesondere nicht: Die blaue Ornamentvogelspinne Poecilotheria metallica zum Beispiel kann giftig zubeißen. Poecilotheria smithi, die nun ein Terrarium weiter sitzt, kann Menschen richtig gefährlich werden. "Ihr Biss ist sehr schmerzhaft und kann Krampfanfälle auslösen", schildert Denise Prell, "man muss mit einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt rechnen." Die anderen Arten aus dem Wohnungsfund sind unterschiedlich giftig, "vergleichbar mit dem Stich einer Biene oder Hornisse". Die "Smithi" steht außerdem auf der Liste der gefährdeten Arten, ebenso die "Metallica". Die beiden zu vermitteln dürfte also kaum infrage kommen. "Wahrscheinlich kommen sie in die Reptilienauffangstation München."

Zurzeit leben die Tiere in einem ruhigen Nebenraum. Ihre Terrarien sind speziell an ihre Bedürfnisse angepasst, in den Behausungen liegen Temperatur- und Luftfeuchtemesser. Futtergrillen zirpen auf der Fensterbank. Manche Terrarien sind geflickt worden: Der Besitzer war nachlässig. "Dabei zwängen sich Spinnen durch sehr kleine Spalten", sagt Denise Prell. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn sie ausbüxen. Die Haiti-Vogelspinne ganz links im Raum gilt zum Beispiel als ziemlich aggressiv. "Zum Glück ist das Tier schon alt und träge." Sein Besitzer hat es "Rosi" getauft, obwohl sich herausgestellt hat, dass es ein Männchen ist. Für Denise Prell ist es schwer nachvollziehbar, wie ein Halter so wenig über sein Tier wissen kann. "Manche kaufen sich Vogelspinnen, um anzugeben", bedauert sie und sagt nachdenklich: "Es sind doch auch Lebewesen." tami

 

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Konkrete Hilfe für geschundene Kreaturen

Der 4. Oktober ist Welttierschutztag. Wie wichtig es ist, sich auch an anderen Tagen mit dem Schicksal von Vierbeinern zu beschäftigen, zeigt ein Besuch im Tierheim Breitenbrunn. Die Mitarbeiter müssen sich auch mit einigen Fälle von Tierquälerei befassen.

Von Janine Pielorz

Breitenbrunn - Wer sich mit Anette Bartholomai, der Leiterin des Breitenbrunner Tierheims, unterhalten will, braucht starke Nerven. Gleich an der Tür zu ihrem Büro stürmen einem drei Hunde entgegen. "Die tun nix", lacht Anette Bartholomai und verweist die Hunde gekonnt in die Ecke. Auch privat ist sie ein großer Tierfreund und bringt ihre eigenen Hunde Snoopy, Ronja und Hexe immer mit zur Arbeit.

Dass mit dem Husky Hexe etwas nicht stimmt, merkt man erst, wenn man genauer hinschaut. Ihr fehlt ein Vorderbein. "Das ist wirklich traurig, aber man merkt es Hexe nicht an. Sie rennt und springt wie jeder andere Hund", erzählt Bartholomai, wenn sie die verwunderten Blicke bemerkt. Hexe hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Im Sommer 2012 wurde sie aus einem Zwinger gerettet, in dem sie und drei andere Huskys von ihrem Besitzer gehalten wurden. Sie waren abgemagert und krank. In der Gefriertruhe fanden sich die sterblichen Überreste fünf weiterer Hunde. Der Besitzer saß zu diesem Zeitpunkt bereits im Gefängnis, weil er zwei Jahre vorher ein junges Pferd verdursten ließ und die Bewährungsauflagen nicht erfüllte (wir berichteten). Nach ihrer Rettung kam Hexe dann ins Tierheim und wurde im Oktober an ihr neues Zuhause in Selb vermittelt. Von dort riss sie allerdings aus und wurde 14 Tage später in Schöneck im Vogtland gefunden. Zu diesem Zeitpunkt fehlte ihr bereits das komplette linke Vorderbein. "Wir gehen davon aus, dass sie in eine Tellerfalle geraten ist. Dabei sind die verboten", sagt Anette Bartholomai. Die Ermittlungen laufen noch. Die Tierheimleiterin und ihr Mann haben Hexe bei sich aufgenommen und ihr ein Zuhause gegeben. "Wir haben einfach zu viel Angst, dass da nochmal was passiert", berichtet die Tierheimleiterin. "Jetzt ist sie ein ,Halb-Halb-Hund' und wohnt mal bei mir, mal im Tierheim."

Husky Hexe ist nur ein Beispiel für zahlreiche Fälle von Tierquälerei. Nicht selten kommen ausgesetzte, hungernde, leidende und verletzte Tiere in das Tierheim. Die Verletzungen stammen von Unfällen, aber manchmal auch von schlimmen Misshandlungen. Anette Bartholomai ist froh, dass sie und ihre Mitarbeiter den Vierbeinern in Not helfen können und erzählt: "Wir sehen hier schon einiges. Da muss man stark sein, um nicht daran kaputt zu gehen."

Das Tierheim finanziert sich überwiegend aus Spenden sowie den Mitgliedsbeiträgen aus dem Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz, der mit seinen über 1000 Mitgliedern die Arbeit erst ermöglicht. Doch auch Erbschaften sorgen für finanzielle Hilfe, etwa beim Bau des neuen Hundehauses oder dringenden Operationen.

"Bei uns sind aber nicht nur Geldspenden mehr als willkommen. Auch Sachspenden helfen uns ungemein", erzählt Bartholomai. Man könne beispielsweise Medizin für die Entwurmung direkt beim Tierarzt kaufen und dann vorbeibringen. Doch auch Futter, Spielzeug und Streu werden ständig benötigt.

Neben den vier Angestellten und zwei Halbtagskräften sind auch ehrenamtliche "Gassigeher" regelmäßig im Einsatz. "Eine weitere Möglichkeiten, den Tieren etwas Gutes zu tun, sind unsere Patenschaften", berichtet die Tierheimleiterin. "Die eignen sich besonders für Personen, die gerne selbst ein Tier hätten, sich aus verschiedenen Gründen aber keines halten können." Interessenten müssten nur vorbeikommen, sich ein Tier aussuchen und dann an den Kosten beteiligen. Im Idealfall besuchen die Paten das Tier regelmäßig und bringen auch mal ein Spielzeug oder ein paar Leckerlis mit.

Wenn Tiere vermittelt werden, werde vor allem darauf geachtet werden, dass der Vierbeiner und das neue Herrchen wirklich zusammenpassen. "Schließlich wollen wir ein schönes und dauerhaftes Zuhause für die Tiere finden und vermeiden, dass sie schon nach ein paar Tagen zurückkommen" berichtet Anette Bartholomai. Aber das passiere zum Glück sehr selten. Und so gibt es neben dem vielen Leid für die meisten Tiere doch noch ein Happy End.

 

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Tierheim weiht neues Hundehaus ein

In Breitenbrunn können sich Vierbeiner nun richtig wohlfühlen. Der Dank der Mitarbeiter gilt besonders den vielen großzügigen Spendern.Von Jacqueline Burak

Wunsiedel - Das neue Hundehaus des Tierheims Breitenbrunn ist fertig. Am Samstag haben es die Mitarbeiter und Ehrengäste offiziell eingeweiht. Das alte Hundehaus war so marode gewesen, dass sich der Neubau lohnte; im Mai 2012 war der erste Spatenstich. "Der Bau war nur durch hohe Erbschaften und großzügige Spenden möglich", sagte Tierheimleiterin Anette Bartholomai bei der Feierstunde.

Die Anlage wurde nach neuesten Anforderungen errichtet. Den Hunden stehen nun jeweils zwölf Quadratmeter als eigenes Reich zur Verfügung - natürlich mit Außengehege. Bei der Planung entschied sich das Team des Tierheims Breitenbrunn für Einzelzwinger, die durch eine Mauer komplett voneinander getrennt sind. Die Hunde würden dann schneller ruhig und zugänglicher, erklärte Tierpfleger Philipp Müller. Die Mitarbeiter könnten sich so auch besser individuell mit den Vierbeinern beschäftigen. Im alten Hundehaus sahen sich die Tiere noch gegenseitig, was ihren Stresspegel steigerte. Den sogenannten "Zwingerhusten", der in Tierheimen häufig auftritt und sich durch offene Boxen schnell ausbreitet, können die Pfleger nun auch besser kontrollieren.

Nicht nur für die Tiere bietet das neue Haus Vorteile. Auch die Belegschaft könne nun "viel leichter und strukturierter" arbeiten, so Müller. "Interessenten haben jetzt auch die Möglichkeit, zu den Hunden in den Raum zu gehen und sich mit ihnen in Ruhe zu beschäftigen", fügte er hinzu.

Früher hätten die Mitarbeiter viel mehr Zeit aufwenden müssen, damit die Hunde sich einlebten. "Jetzt sind sie schon nach drei oder vier Tagen viel zutraulicher", sagte Philipp Müller stolz.

Architekt Josef Reis hat das Hundehaus geplant. "Er war immer da und hat uns gut unterstützt", sagte Evi Klose, Vorsitzende des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung.

Der neue Bau umfasst insgesamt 29 Zwinger, eine geräumige Hundedusche und ein Hundetherapiezimmer. Die Innenräume sind modern ausgestattet mit einem Abzug, der Keime aus der Luft filtert, einer Fußbodenheizung direkt unter dem Schlafplatz der Hunde und mit leicht zu reinigenden Böden und Wänden. Zudem sind in jeder Box in sicherer Höhe Steckdosen angebracht, um beispielsweise eine Wärmelampe anzustecken. "So können wir Notfälle schnell und leicht behandeln", erläuterte Philipp Müller.

Auch die neue Quarantänestation mit vier Einzelzimmern ist auf dem neuesten Stand der Technik. Die Räume sind separat zugänglich und komplett vom restlichen Hundehaus abgetrennt, um zu gewährleisten, dass sich die Tiere im Ernstfall nicht anstecken.

Derzeit beherbergt das neue Hundehaus 21 Vierbeiner, zwei davon haben bereits ein neues Zuhause gefunden. Bis auch die anderen Tiere ein neues Heim gefunden haben, kümmern sich die Mitarbeiter des Tierheims und ehrenamtliche Helfer um sie.

 

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Bald ziehen die Hunde ein

Die Baustelle am Tierheim Breitenbrunn geht ihrem Ende entgegen. Ein echter Grund zur Freude für die Mitarbeiter, denn bald wird vieles leichter.

Breitenbrunn - Cäsar wohnt schon mal zur Probe. Er ist einer von drei Hunden, die seit ein paar Tagen eines der "Zimmer" im neuen Hundehaus des Tierheims Breitenbrunn beleben und die Räume gewissermaßen auf Herz und Nieren prüfen - mit Schnauze und Körpereinsatz. Bisher verläuft der Test einwandfrei.

Gitter gibt es in den neuen Räumen nicht mehr, eine Glastüre trennt die Tiere vom Gang. In den Unterkünften gibt es mittig eine Fußbodenheizung, sodass der Hund aussuchen kann, ob er auf dem warmen oder dem kühlen Teil des Bodens liegen will. Ein Schieber, den man vom Gang aus bedienen kann, führt in den Freilauf, der jedem Hund abgetrennt zur Verfügung steht. Eine Lüftungsanlage sorgt für frische Luft und im Krankheitsfall auch dafür, dass die Belastung mit Viren in den "Zimmern" nicht zu hoch wird. Hygieneschleusen am Eingang einer eigenen Quarantänestation werden für die Gesundheit der Tiere sorgen, extra große Räume für Muttertiere mit Welpen oder Rudelhaltung stehen auch bereit. In Kürze können hier Notfalltiere ebenso ein Zuhause auf Zeit finden, wie Pensionsgäste auf vier Pfoten, deren Besitzer verreisen.

"2011 fiel die Entscheidung auszubauen", erinnert sich Anette Bartholomai, die Leiterin des Tierheims. 18 Räume standen den Hunden bisher zur Verfügung, nun werden es 29 sein. "Wir haben lange überlegt, ob wir das schultern können." Trotz der hohen finanziellen Belastung haben die Mitarbeiter des Tierheims und der Tierschutzverein so entschieden; die alte Zwingeranlage war zu klein geworden, viele strenge Winter hatten ihr arg zugesetzt. "Wir haben Spenden gesammelt", schildert Bartholomai, "zum Glück haben wir einige Erbschaften bekommen. Aber auch die vielen Futterspenden helfen uns weiter - wenn wir kein Futter kaufen müssen, bleibt mehr für den Anbau übrig." Ganz wichtig sei auch der stete Fluss an Spenden über die Mitgliedschaften im Tierschutzverein.

Im Frühjahr 2012 war Spatenstich nach den Plänen des Architekten Josef Reis aus Pressath. Der strenge Winter hat den Baufortschritt etwas in Verzug gebracht. Aber: "Spätestens im Mai sollten wir fertig sein", so Bartholomai. Dann kommt der Anstrich, die Grünanlagen werden neu gepflanzt, und ein neuer Zaun wird das Gelände umfassen.

Bis dahin müssen die Tierheimmitarbeiter noch mit den Folgen der Baustelle leben. Überdies mussten einige alte Räume aufgegeben werden, die Kleintiere mussten einige Male umziehen, die Futterküche fiel weg. "Wir sind sehr dankbar, dass uns in dieser Zeit andere Tierheime unterstützt und uns Tiere abgenommen haben - das ist nicht selbstverständlich." Besonders hebt Bartholomai die Zusammenarbeit mit den Heimen in Selb, Hof und Weiden hervor.

Ein Gutteil des Hundehauses ist schon fertig. Die Wände sind in einem freundlichen Gelb gestrichen, in den Räumen gibt es Heizkörper und bald werden Körbchen und Decken als Inventar herbeigeschafft. Schallschluckende Decken sorgen für Ruhe; auch der Freilauf der Hunde ist so geplant, dass der Schall nicht über ganz Breitenbrunn zieht. Sogar ein Therapiezimmer für Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten gibt es, außerdem eine eigene Futterküche für die Hunde und eine Waschküche.

Am 29. September findet das Tierheimfest statt; dann soll auch die offizielle Einweihung des Hundehauses stattfinden. Die Tierheimleiterin verspricht: "Bis dahin sieht auch die Außenanlage gut aus." tami

 

 

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Kleine Pfoten suchen große Herzen

Im Tierheim Breitenbrunn sind Spenden zu jeder Zeit willkommen. Auch jetzt gibt es einige Wünsche.
Diese vier Hunde werben für das Tierheim Breitenbrunn

Breitenbrunn - Im Tierheim Breitenbrunn sitzen zurzeit vier Hunde, rund 50 Katzen, einige Ratten, Meerschweinchen, 13 Kaninchen und 37 Zebrafinken - die Tiere suchen alle ein neues Zuhause. Bis die kleinen Kerlchen aber Menschen mit einem großen Herzen gefunden haben, die sie mit nach Hause nehmen, müssen die Tiere im Heim versorgt werden. Das ist nicht billig und der Tierschutzverein Markredwitz-Wunsiedel, der das Heim unterhält, ist auf Spenden angewiesen.Wer also das Tierheim Breitenbrunn unterstützen möchte, hat mehrere Möglichkeiten, wie Leiterin Anette Bartholomai erklärt:

Mitgliedschaft: "Durch Ihren Beitrag helfen Sie uns, das Tierheim aufrecht zu erhalten und es kommt immer den Tieren zugute." Ab 24 Euro im Jahr kann man Mitglied werden.

Patenschaft: "Damit können Sie einem Tier, egal ob Hund, Katze oder Kleintier, helfen, indem Sie ihm eine Geldspende zukommen lassen. Davon zahlen wir zum Beispiel die Tierarztkosten. Den Betrag darf der Pate oder die Patin selber bestimmen."

Sachspenden: "Die Tierheimtiere müssen regelmäßig entwurmt werden und wer ein Tier hat, weiß was das kostet. Wir freuen uns, wenn Menschen beim Tierarzt Entwurmungspräparate kaufen und uns diese vorbei bringen. Außerdem brauchen wir immer dringend Katzenklumpstreu, Kleintierfutter, Chinchillasand, Katzen- und Hundefutter."

Für weitere Auskündte stehen Anette Bartholomai und das Team vom Tierheim jederzeit zur Verfügung. Zu finden ist es unter der Adresse Am Luxbach 40 a in Wunsiedel, Telefon: 09232/2299. Es steht Besuchern in den Wintermonaten bis März Dienstag bis Freitag jeweils von 13 bis 17 Uhr offen, am Samstag von 13 bis 16 Uhr. Montags, sonntags und an Feiertagen ist das Tierheim geschlossen
 

helfen sie auch Hunde anette

 

Tiere sind keine Geschenke

Anette Bartholomai vom Tierheim appelliert an die Vernunft der Menschen. Katzen, Hamster und Co. gehören nicht spontan unter den Christbaum.von Tami, Bercht Frankenpost

Wunsiedel - Ein Haustier steht bei vielen Kindern ganz oben auf dem Wunschzettel. Doch so schwer es auch ist, den Kleinen ihren Herzenswunsch abzuschlagen: Mit Blick auf das Wohl der Tiere sollten Erwachsene auf Mäuse & Co. unterm Weihnachtsbaum lieber verzichten.
Das rät auch der Bundesverband praktizierender Tierärzte: "Aus der anfänglichen Freude der Kinder über Hund, Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster werden meist schnell Unlust und Überforderung." Der Verband mahnt, dass man ein Tier nicht so einfach zurückgeben kann, wie einen schlecht sitzenden Pullover oder eine Kaffeemaschine.

Auch Anette Bartholomai vom Tierheim Breitenbrunn weiß aus leidvoller Erfahrung, dass viele der lebenden Weihnachtsgeschenke nach den Feiertagen in den Tierheimen landen. "Dabei ist eigentlich nichts dagegen einzuwenden, wenn sich eine Familie zu Weihnachten ein Haustier holt - nur will der Schritt eben zuvor gut überlegt sein." Die Leiterin des Tierheims weiß, dass bei vielen Kindern ein Haustier ganz oben auf der Wunschliste steht, und sie kann auch verstehen, dass viele Eltern ihren Kindern unbedingt eine Freude zum Fest machen wollen, "da will man doch auch Kinderaugen strahlen sehen". Aber bei allem Verständnis sollten Erwachsene immer das Wohl des Tieres im Blick haben. "Wenn die Eltern dann das Tier kaufen, vergessen sie oft, dass sie es sind, die später die Arbeit damit haben werden." Und dann landeten die Tiere oft ein paar Wochen nach dem Fest im Tierheim.

Ein Haustier brauche nun einmal Zeit für den Auslauf, regelmäßig Futter und man dürfe auch die möglichen Tierarztkosten niemals außer Acht lassen, warnt Anette Bartholomai. Wenn das alles bedacht ist, und die Familie noch immer ein Tier will, spreche nichts dagegen, die Urlaubszeit zu nutzen, um den neuen Kameraden zu Hause einzugewöhnen. "Wir hatten schon Leute da, die ihrem Partner ein Tier schenken wollten - ohne den Partner mitzunehmen." Das sei keine glückliche Vorgehensweise. "Ein Tier ist kein Gegenstand, sondern ein Freund - und Freunde verschenkt man nicht, die sucht man sich aus."

Im Breitenbrunner Tierheim sei es in den vergangenen zwei Wochen relativ ruhig zugegangen. Nur nach Katzen sei verstärkt nachgefragt worden - nach Babykatzen, um genau zu sein. "Das muss eine Art Mode sein, aber wir geben keine Babys ab. Erst Katzenkinder." Wenn die Welpen zu früh von der Mutter wegkommen, kann das zu Verhaltensstörungen führen. "Erst mit etwa acht Wochen kann man die Kleinen von der Mutter trennen", wobei im Breitenbrunner Tierheim die kleinen Katzen auch länger bei der Mama bleiben dürfen, wenn es den Tierpflegern nötig erscheint.

Dringend rät Anette Bartholomai von den "Hamsterangeboten" ab, bei denen Kleintiere mit einem in der Regel viel zu kleinen Käfig für schmales Geld im Geschäft verkauft werden. "Wenn die Leute ein Tier wollen, können wir sie auch beraten - und zwar, wie das Tier artgerecht gehalten werden muss." Man dürfe einen Käfig niemals nach den Kriterien kaufen, die der freie Platz am Wohnzimmerschrank diktiere.

Wer seinem Tier zu Weihnachten etwas gutes tun will, der sollte auch beim Spielzeug für Hund, Katze und Konsorten lieber etwas mehr Geld ausgeben, rät die Tierheimleiterin. "Davon haben dann Tier und Mensch länger etwas und es ist sicher." Viele Laufräder seien zu klein bemessen und sorgten bei Mäusen und Hamstern für Rückenleiden, schlechtes Hunde- oder Katzenspielzeug kann in Teilen verschluckt werden. "Gar kein Geschenk ist ein Stachelhalsband für Hunde", empört sich Anette Bartholomai, "wer so eines benutzen möchte, sollte es selbst ausprobieren und dann neu nachdenken". tami

Ein Tier ist kein Weihnachtsgeschenk. Seine Anschaffung will wohlüberlegt sein - ungeliebte Spontankäufe sorgen jedes Jahr für großes Leid in den Tierheimen
 

 

 

Neues Haus für die Hunde

Der Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz zieht bei der Jahreshauptversammlung in Thiersheim eine positive Bilanz. Die Vierbeiner sollen ein neues Domizil bekommen. Tragisch ist, wie manche Menschen mit den Tieren umgehen.
von Christopher Michael - Bericht in Frankenpost


 Im Vorstandsteam des Tierschutzvereins Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung gibt es einen Wechsel. Im Bild (von links): der scheidende stellvertretende Vorsitzende Gerhard Rettenmeier, Vorsitzende Eveline Klose mit Hund Bronx, stellvertretender Vorsitzender Walter Geyer und die neugewählte stellvertretende Vorsitzende Sybille Schreiber. Foto: Christopher Michael

Thiersheim
- Der Tierschutzverein Wunsiedel-Marktredwitz und Umgebung sei gut aufgestellt und könne getrost in die Zukunft blicken. Das stellte die Vorsitzende Eveline Klose bei der Jahreshauptversammlung des Vereins in Thiersheim besonders heraus. Der Neubau des Hundehauses beim Tierheim in Breitenbrunn habe zwar im vergangenen Jahr einige Kapazitäten vor allem aus dem Vorstand gebunden, nun verfüge die Einrichtung aber genügend Raum für die Vierbeiner.

"Der Neubau war notwendig geworden, da das alte Haus sanierungsbedürftig war und auch von der Größe nicht mehr den gesetzlichen Regelungen entsprochen hatte", sagte Klose. Durch eine überraschende Erbschaft habe der Verein im Oktober sogar noch die Pläne ändern können, ergänzte die Vorsitzende, sodass das gesamte Gebäude nun unterkellert werden konnte. Von 14 auf 28 Plätze sei das Hundehaus nun erweitert worden.

Neben den Hunden kümmerte sich der Tierschutzverein den Worten der Vorsitzenden zufolge auch um viele weitere Tiere, zum Beispiel Katzen, Vögel und Kleintiere. "Viele Tiere konnten an neue Halter vermittelt werden. Es ist immer wieder schön, wenn uns ehemalige Bewohner mal besuchen kommen", sagte Eveline Klose.

Jedoch wusste die Vorsitzende auch von tragischen Tierschicksalen zu berichten. Etwa von dem Fall einer Schäferhündin, die in einer Schrebergartensiedlung unter miserablen Zuständen gehalten worden sei. Die tierärztliche Untersuchung habe später bestätigt, dass die Hündin an mehr als 20 Stellen Wunden, die ihr mit einer Mistgabel beigebracht worden waren, aufwies. "Nach einer Zeit der Regeneration verschlechterte sich der Zustand des Tiers aber derart, dass es eingeschläfert werden musste", bedauerte Klose.

Auf die Frage aus der Versammlung, ob denn nicht gegen den Halter der Hündin rechtlich vorgegangen werden könne, konnte die Vorsitzende nur erwidern, dass dieser bereits verstorben sei. "Es ist aber nicht nachvollziehbar, wie zivilisierte Menschen zu solchen Gewalttaten gegenüber Lebewesen überhaupt fähig sind", sagte Klose.

Dieser Meinung schloss sich auch der Thiersheimer Bürgermeister Bernd Hofmann an, der stellvertretend für die anderen Bürgermeister als Hausherr ein Grußwort sprach. "Ich danke euch für euer Engagement. Ich weiß, wie wichtig eure Arbeit für die Tiere ist. Und daher möchte ich in der nächsten Marktgemeinderatssitzung einen Sonderzuschuss für euer Hundehaus beantragen", sagte er. "Wir haben das bereits beschlossen", ergänzte Stefan Göcking aus Arzberg - und beide Bürgermeister erhielten tosenden Applaus. Auch Margit Widenmayer würde sich mit dem Wunsiedler Stadtrat dem gerne anschließen, sagte sie.

Neben den Berichten über die Arbeit des Vereins stand die Neuwahl des stellvertretenden Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Nach fast 40 Jahren in führender Tätigkeit zog sich Gerhard Rettenmeier aus dem Vorstand zurück. "Gerhard, du warst immer da und hinterlässt eine nur schwer zu füllende Lücke", sagte Eveline Klose. Auch für Rettenmeier war es schwer, dies nun alles hinter sich zu lassen. "Es war mir immer eine besondere Freude, dass neben der Arbeit im Verein auch Freundschaften entstanden sind", sagte der scheidende stellvertretende Vorsitzende zum Abschied.

Bei der Neuwahl seines Nachfolgers erhielt Sybille Schreiber das einstimmige Votum der Versammlung. "Es hat mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde", sagte die neue Vertreterin. Mit diesem Team und dem Neubau am Tierheim Breitenbrunn könne der Tierschutzverein getrost in die Zukunft blicken und weiterhin für das Wohl der Tiere kämpfen.


 



29112012-GV-BerichtFrankenpost

 

Ein neues Zuhause für die Hunde
Bericht Blickpunkt 05.2012 - Julia Kuhbandner

WUNSIEDEL-BREITENBRUNN Abgeplatzter Beton, scharfe Kanten und instabile Zwingertüren - rund 50 Jahre hat das Hundehaus des Tierheims Wunsiedel-Breitenbrunn bereits auf dem Buckel. Der Sanierungsbedarf ist mittlerweile so hoch, dass sich eine Restaurierung aus Kostengründen nicht mehr lohnt. Es soll abgerissen werden und einem Neuen Platz machen. Dafür wurden bereits die ersten Bäume gefällt, die Pläne liegen auf dem Landratsamt. Statt 18 finden in dem Neubau 26 Hunde Platz, in größeren Zwingern, auch für Hündinnen mit Welpen. Zehn Plätze sind für Pensionstiere reserviert, es gibt eine eigene Futterküche und auch für eine Quarantänestation ist gesorgt. Schluss ist laut Tierheimleiterin Anette Hofmann mit vergitterten Zwingern. „Die Hunde werden in Zimmern untergebracht, es gibt viel Glas und natürlich einen Auslauf.“ Die abgetrennten „Appartements“ senken den Stresspegel für Neuankömmlinge und ängstliche Tiere. In der Mitte des u-förmigen Baus soll es eine kleine Grünanlage geben, in der sich Besucher in Ruhe mit den Hunden bekannt machen können, natürlich behindertengerecht. Von dem neuen Hundehaus profitieren auch die Kleintiere. Sie beziehen dann die jetzige helle Futterküche. Statt in Käfigen sollen die Kleintiere in großen Ausläufen wie im Tierheim Hof-Erlalohe untergebracht werden. „Alle unsere Tiere profitieren davon. Wir wollen schließlich, dass sie eine gute Zeit hier haben.“ Der Baubeginn ist für Mai geplant, insgesamt neun Monate soll das Projekt dauern. „In dieser Zeit können wir aber leider keine Hunde aufnehmen“, macht Hofmann deutlich. Sie bittet darum sich in dieser Zeit an andere Tierheime zu wenden oder selbst aktiv zu werden. „Wir helfen in Notfällen aber gerne soweit wir können.“ Dementsprechend sucht der Tierschutzverein Pflegestellen für einige Hunde, die derzeit im Tierheim leben. „Für dieses Dreivierteljahr würden wir natürlich die Kosten übernehmen“, sagt Hofmann. Ein Teil der Hunde wird in den Tierheimen in Selb und Weiden untergebracht, die schwierigeren Fälle bleiben in Breitenbrunn.



Wer für das neue Hundehaus spenden möchte, kann dies beim Tierschutzverein direkt oder bei der Sparkasse Hochfranken, Bankleitzahl 78050000, Kontonummer 620002436.

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