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Impfung

Eine Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen verschiedene Infektionskrankheiten. Man bezeichnet sie darum oft auch als Schutzimpfung. Eine Impfung beruht auf ähnlichen Mechanismen wie eine natürliche Infektion, nur mit dem Vorteil, dass ihr Ablauf steuerbar ist und keine gefährliche Infektion beim geimpften Tier auftritt. Zuerst wird das Tier gründlich untersucht, denn nur gesunde Tiere sollten geimpft werden! Wenn ihr Tier gesund ist, wird ihm meist eine Spritze mit dem Impfstoff verabreicht. Mit dieser Spritze kommt der Körper und sein Immunsystem in Kontakt mit dem abgeschwächten (oder toten) Erreger. Bei einer Infektion mit diesem Erreger erkennen die Gedächtniszellen die Antigene des Erregers und reagieren darauf sofort mit der Bildung von Antikörpern und Abwehrzellen.

Jedes Tier ist einzigartig, nicht nur in seiner Persönlichkeit, sondern auch in Bezug auf den Schutz, den es braucht!!! Die Risiken, denen Hund oder Katze ausgesetzt sind, richten sich danach, wo sie leben und wie die persönlichen Lebensumstände sind. Deswegen wird für jedes Tier ein individueller Impfplan erstellt.

Nach erfolgter Impfung bekommt der Tierhalter einen Impfpass ausgestellt, in den die Impfung eingetragen wird. Dieser Pass erlaubt aber keinen Grenzübertritt! Wenn Sie mit Ihrem Tier ins Ausland fahren wollen (auch nach Tschechien und Österreich), dann braucht Ihr Tier einen „Reisepass“. Damit dieser ausgestellt werden kann, benötigt Ihr Tier einen sog. „Mikrochip“ oder Transponder unter der Haut, mit dem es eindeutig identifizierbar ist.

Häufige Impfnebenwirkungen

  • Schwellung an der Impfstelle:
  • = erwünscht! Ist ein Anzeichen für eine gute Immunantwort!
  • Müdigkeit, leichtes Fieber, ein bis zwei Tage nach der Impfung:
  • = erwünscht! Zeigt an, dass das Immunsystem arbeitet!
  • Allergische Reaktionen:
  • = nicht erwünscht!

Aber wie auf jedes andere Medikament kann auch bei einer Impfung mal eine allergische Reaktion auftreten. Diese sind jedoch zum Glück sehr selten!

Hundekrankheiten

  • Staupe (S)
  • Kennen Sie Staupe? Haben Sie schon mal ein erkranktes Tier gesehen?  Nein?  Warum nicht? Weil vor einigen Jahren noch regelmäßig geimpft wurde und dadurch die Seuche nicht ausbrechen konnte.
  • Wird auch als Carresche Krankheit oder Distemper bezeichnet
  • Ruft schwere, oft auch tödliche Infektionen hervor
  • Dagegen gibt es keine spezifische Behandlung
  • Ist wieder auf dem Vormarsch!
  • besonders in Regionen, in denen die letzten Jahre weniger dagegen geimpft wurde und Auslandsimporte ins Land kommen
  • Hepatitis contagiosa canis (H)
  • = Leberentzündung
  • Auch eine schwere, oft tödlich verlaufende Krankheit
  • Typische Symptome: Erbrechen, Übelkeit, Gelbsucht
  • Manchmal kann die Krankheit einen milderen Verlauf nehmen und ein Patient erfolgreich behandelt werden
  • Nicht selten bleiben aber schwere Organschäden zurück!
  • Parvovirose (P)
  • Hochansteckende Viruserkrankung
  • Verläuft bei Welpen oft tödlich
  • Symptome: massives Erbrechen, blutiger, wässriger Durchfall
  • Behandlung ist sehr schwierig, oft erfolglos
  • Erreger ist extrem widerstandsfähig und kann z.B. mit dem Schuhwerk ins Haus getragen werden
  • Ansteckung erfolgt von Hund zu Hund, über den Menschen, Gegenstände und Kot
  • Tollwut (T)
  • Ist nicht heilbar!
  • Übertragung erfolgt durch infizierten Speichel
  • Typische Symptome: Wesensänderung, Aggressivität, Angst vor Wasser
  • Durch strenge veterinärbehördliche Maßnahmen nur noch selten in Deutschland
  • Bei Auslandsreisen: Vorschriften der jeweiligen Länder beachten!
  • Auf den Menschen übertragbar!!!
  • Leptospirose (L4)
  • Wird durch Bakterien übertragen
  • Ansteckung erfolgt meist über infizierten Urin von Mäusen, Ratten oder anderen Hunden
  • Verunreinigte Gewässer sind eine Hauptansteckungsquelle!
  • Gefährliche Krankheit! Kann tödlich verlaufen!
  • Übertragbar auf den Menschen!
  • Zwingerhusten (Pi)
  • Impfschutz ähnlich der Grippeimpfung beim Menschen
  • Ansteckende Erkrankung der Atemwege
  • Infektion erfolgt durch Kontakt zu Artgenossen, besonders da, wo sich meist viele Hunde aufhalten (Tierheime, Tierpensionen, Hundeschulen, Ausstellungen, usw.)
  • Tiere erholen sich meist gut wieder
  • Krankheit kann jedoch sehr lange andauern!
  • Zur Grundimmunisierung von Welpen wird mehrmals in gewissen Abständen geimpft, um sicherzustellen, dass ein guter Infektionsschutz ausgebildet wird (im Alter von 8 Wochen, 12 Wochen, 16 Wochen und 15 Monaten).

Katzenkrankheiten

  • Katzenschnupfen (R,C)
  • Kann bei ungeimpften Tieren einen sehr schweren Verlauf nehmen!
  • Symptome: Niesen, Augenausfluss, Nasenausfluss, Fieber, Lethargie, Geschwüre in der Maulhöhle
  • Oft bleiben chronische Veränderungen zurück und die betroffenen Patienten „Dauerschnupfer“
  • Auch Wohnungskatzen können sich anstecken!!!
  • Feline Panleukopenie (P)
  • Schwere Erkrankung, endet meist tödlich
  • Symptome: schweres Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber. Durchfall
  • Tod tritt besonders bei Welpen sehr schnell und plötzlich ein
  • Kann von Katze auf Hund und umgekehrt übertragen werden!
  • auch Wohnungskatzen können sich anstecken!
  • Feline Leukämie (FeLV)
  • Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit kann ein langer Zeitraum (oft Jahre!) liegen
  • Symptome: Mattigkeit, Fieber, Tumorbildung
  • Hohes Ansteckungsrisiko bei Freigängern!
  • Tollwut (T)
  • Übertragbar auf den Menschen!!!
  • Ist nicht heilbar!
  • Wird durch infizierten Speichel übertragen
  • Symptome: Wesensänderung, Aggressivität, Angst vor Wasser
  • Durch strenge veterinärbehördliche Maßnahmen nur noch selten in Deutschland
  • Zur Grundimmunisierung wird besonders bei Freigängern mehrmals in gewissen Abständen geimpft, damit auch sicher ein ausreichender Impfschutz aufgebaut wird (bei jungen Katzen im Alter von 12 Wochen, 16 Wochen, 20 Wochen und 15 Monaten!

Kaninchenkrankheiten

  • Myxomatose
  • Tiere sterben in der Regel innerhalb von 12 Tagen
  • Wird durch Stechmücken übertragen  Insektenschutz wichtig!
  • Symptome: Schwellungen im Kopfbereich (Augen, Ohren, Lippen, Nase), im Genitalbereich und am After
  • Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD)
  • Symptome: Fieber und Krämpfe, die oft schnell zum Koma führen, häufig aber auch symptomlos! (Kaninchen verstirbt ohne Krankheitsanzeichen)
  • Oft wird vor dem Tod ein blutiger Nasenausfluss beobachtet
  • Ansteckung erfolgt durch Stechmücken  Insektenschutz!
  • oder von Kaninchen zu Kaninchen
  • Infizierte Kaninchen sterben innerhalb von 12-36 Stunden!

 

Über einen Eintrag in unser Gästebuch würden wir uns sehr freuen.

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