
Im Stockwerk darunter haben die Beschäftigten des Tierheimes
ihren Aufenthaltsraum. Wir sind froh, dass unsere Mitarbeiter nun ihre Brotzeit
nicht mehr zwischen Käfigen, Futter, kranken Katzen und bei sonstigen unhaltbaren
Zuständen einnehmen müssen. In diesem Bereich befindet sich auch eine Damen- und
Herrentoilette und eine Dusche, sollte die Arbeit im Tierheimbereich einmal zu
schmutzig werden.
Rechts vom Eingang liegt das Büro der Tierheimleiterin.
Direkt neben dem Büro befindet sich ein heller, Licht
durchfluteter Raum, in dem z. Zt. Die Vögel untergebracht sind, die im Tierheim
aufgenommen wurden.
Dann schließt sich direkt die großzügig und übersichtlich
gehaltene Futterküche für die Hunde und die anderen Kleintiere an. Versehen mit
Borden, einem Herd usw. usw. erlaubt dies den Beschäftigten nun, die
Futterzubereitung ohne Platzmangel vorzunehmen. Jede Tierart benötigt eine
andere Zusammensetzung des Futters. Es stellt also einen nicht unerheblichen
Zeitbedarf für unsere Beschäftigten dar, jedem Tier mit der richtigen
Futtermischung gerecht zu werden.

In diesem Raum sind auch die Futterspenden unserer tierlieben
Landkreisbewohner, übersichtlich und nach Verfallsdatum geordnet, untergebracht.
Gegenüber vom Büro liegt das Arztzimmer, dass allerdings noch
eingerichtet werden muss, und der Wäscheraum, den wir dringend benötigt haben.
Wohin sonst mit den vielen Decken und Handtüchern, die wir ständig brauchen? Ab
und zu wohnen hier auch die Mäuschen, die sich an den leckeren und weichen
Decken gütig tun. Aber, was will man da machen?

Dann führt ein Gang zu den Zimmern der Kleintiere. Hier
wohnen Hamster, Meerschweinchen, Ratten usw. usw. neben Rennmäusen und manchmal
auch kleinen Vögeln, und was es sonst noch an Kleingetier gibt. Auch
Schildkröten, die meistens der Zoll bringt, haben bei uns ein Zuhause gefunden.
Die Menschen holen sich diese Tiere im Zoogeschäft, dann machen sie Arbeit und
Dreck und sie landen leider im Tierheim. Auch diese Tierchen suchen dringend ein
neues Zuhause.

Und dann ist da noch ein Zimmer, gewissermaßen für alle
Fälle. Es ist komplett gefliest und hat sogar schon einmal Enten mit halb
erfrorenen Füßen beheimatet, damit sie es endlich einmal schön warm hatten. Das
ist ein wirklich praktisches Zimmer. Aber die Beschäftigten haben tüchtig damit
zu tun, es immer wieder so zu reinigen und herzustellen, dass es die neuen
Bewohner auch immer wieder schön sauber und ordentlich haben.
Schaut man von dort in den angrenzenden Garten, so sieht man
dort eine Zwingeranlage, die sehr aufwendig und teuer erstellt werden mussten.
Über 30.000,-- € musste der Verein dafür hinblättern, damit auch Tiere, die
unbedingt ganz tief graben müssen (z. B. ein Fuchs) im Heim fach- und
tiergerecht untergebracht werden können. Z. Zt. steht dort ein schönes Hundehaus.

Direkt daneben hat der
ehemalige Vorsitzende, Hans Jensen, gemeinsam
mit Herrn Heinz Tretter, einen wunderschönen Hühnerstall gebaut, der im Moment
leider verweist ist. Unsere Mitarbeiterinnen, Frau Herta Porsch und Frau Evi
Klose, haben sich in dankenswerter Weise dieser Geschöpfe angenommen und sie in
einem schönen Garten in Wunsiedel untergebracht.
Aber die Situation kann sich schnell ändern und wir sind auf
alle Fälle dafür gerüstet, wenn wir wieder einmal Hühner oder Enten aufnehmen
müssten. Nun weiter auf dem Weg durch unser Tierheim.
Hinter der Futterküche liegen die Hundezwinger. Natürlich ist
es nicht ideal, darüber sind wir uns im Klaren, wenn die Hunde in diesen
Zwingern leben müssen. Aber es ist warm, sie können jederzeit in den
Außenbereich. Es sind Häuschen, Matratzen und Decken vorhanden und das Futter
kommt regelmäßig, damit ist schon viel getan.
Natürlich würden wir gerne auch einmal die Rudelhaltung
versuchen. Aber leider fehlt uns dazu die Räumlichkeit und auch das Personal.
Leider!

Ganz toll ist es, dass im Zuge des Neubaus auch eine
sinnvolle Hundedusche entstanden ist. Dort können die Tiere prima gereinigt und
gepflegt werden, (sehr oft kommen sie in einem total verwahrlosten und
verlausten Zustand zu uns) ohne dass sich unsere Angestellten den Rücken
verbiegen müssen. Über ein Treppchen können die Hunde in eine bequeme Duschhöhe
gebracht werden. Sie sehen, wir haben versucht, an alles zu denken.
Den Hundezwingern schließt sich nun eine ansehnliche Fläche an
Außenzwinger an. Alle sind so umzäunt, dass auch der wildeste (am höchsten
springende) Hund nicht entfliehen kann. Natürlich wurde bedacht, eine Seite
offen zu halten, damit die Tiere auch ihre Umwelt betrachten können. Leider kann
man, das hat die Erfahrung gezeigt, nicht alle Hunde gemeinsam in den
Außenzwingern halten, da es des Öfteren zu Rudelkämpfen kommt. Es ist eine
schwierige Aufgabe für unser Tierheimpersonal, hier die richtigen
Entscheidungen zu treffen.

Ein Blick auf die
Außenzwinger von Nord-Ost aus …
So, ich denke, das war das Wichtigste über unser Tierheim in
Breitenbrunn. Gerne können Sie sich durch einen persönlichen Besuch davon
überzeugen, welch’ schöne und zweckmäßige Anlage unter der ehrenamtlichen
Führung unseres ehemaligen Vorsitzenden Hans Jensen entstanden ist. Wir freuen uns auf
Ihren Besuch.
Ihre Rosie Jensen